Unternehmenssteuerreform
Widmer-Schlumpf will «Wegzugsteuer» einführen

Mit der Unternehmenssteuerreform III plant Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) die Einführung einer Kapitalgewinnsteuer auf Wertschriften. Gleichzeitig soll auch eine sogenannte Wegzugsteuer eingeführt werden.

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Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf

Keystone

Mit der Unternehmenssteuerreform III plant Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) die Einführung einer Kapitalgewinnsteuer auf Wertschriften.

Das zeigen Recherchen der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Diese Steuer wird aus Sicht des Finanzdepartements nötig, weil die Kapitalgewinnsteuer sonst für natürliche Personen steuerliche Anreize schafft, den Wohnsitz vor dem Verkauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften ins Ausland zu verlegen.

Bei der Einführung der Wegzugssteuer würde der Wertzuwachs der Anteile vor dem Wegzug als Einkommen besteuert. Zu einem reduzierten Satz wie heute schon bei Dividenden.

Länder wie Deutschland oder Österreich kennen diese Steuer bereits. Der Bundesrat dürfte die Unternehmenssteuerreform III, die auch steuerliche Entlastungen bringt, demnächst in die Vernehmlassung schicken. Sicher ist, dass die neuen Steuern auf massiven Widerstand bei Teilen der Wirtschaft und im rechten politischen Spektrum stossen werden.