Trotz deutlicher Fortschritte verliefen vor allem im Gesundheitsbereich die Fortschritte zu langsam. "Wir haben zu wenig Zeit, um unproduktive Debatten zu führen", sagte Generaldirektorin Margaret Chan vor dem höchsten Entscheidungsgremium der UNO-Organisation.

Gegen 2000 Vertreter, darunter etwa 60 Minister, nehmen an der 63. Jahrestagung teil. Die Schweizer Delegation wird von Gesundheitsminister Didier Burkhalter und dem Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, Pascal Strupler, angeführt.

Die Vereinten Nationen hatten im Jahr 2000 ihre Millenniumsziele verabschiedet. Danach verpflichteten sich die UNO-Staaten, bis 2015 acht weltweite Ergebnisse zu erzielen. Dazu gehören neben der Senkung der Armut auch die Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit sowie die nachhaltige Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten.

"Wir haben noch einen langen Weg vor uns", sagte Chan. Bei der Kinder- und Müttersterblichkeit seien die Fortschritte noch unzureichend. Vor allem die Ärmsten, die am meisten betroffen seien, könnten nur schwer erreicht werden. "Wenn wir sie verfehlen, verfehlen wir das Ziel", sagte Chan. Es sei deshalb unerlässlich, in die Gesundheitssysteme der Entwicklungsländer zu investieren.

Nach WHO-Einschätzung haben etwa die Todesfälle von unter fünfjährigen Kindern seit Anfang der 1990er Jahre um fast ein Drittel abgenommen. Doch dies sei nicht ausreichend, hiess es in einer Studie.