China-Besuch
Whisky-Sauce mit Rüebli für 42'265 Franken – so teuer war der Staatsbesuch von Xi

Die offizielle Schweiz hat sich den zweitägigen Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping im vergangenen Januar etwas kosten lassen. Die Gesamtrechnung schlägt mit 523'519 Franken zu Buche.

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Doris Leuthard empfängt Chinas Präsident Xi Jinping am Flughafen Zürich (Januar 2017).

Doris Leuthard empfängt Chinas Präsident Xi Jinping am Flughafen Zürich (Januar 2017).

Keystone

1. SBB-Sonderzug

Ein grosser Posten waren die Transportkosten von 263'483 Franken. Sie beinhalten Treibstoff und Fahrzeugmieten, wie «20 Minuten» am Mittwoch berichtete. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte die Beträge. Die Fahrten mit dem Sonderzug der SBB allein kosteten 92'305 Franken.

2. Hotel Bellevue Palace

Der hohe Gast und seine Entourage nächtigten im Hotel Bellevue Palace. Dies kostete den Bund 10'541 Franken.

3. Grilliertes Schwein an Whiskey-Sauce

Das Staatsdiner, bei dem es grilliertes Schwein an Aargauer Whisky-Sauce mit Rüebli zu geniessen gab, kostete 42'265 Franken oder 485 Franken pro Person. In den Gesamtkosten nicht enthalten sind die Personal- und die Sicherheitskosten.

Aus dem 124-seitigen vertraulichen Programm, über das «20 Minuten» berichtete und das der Nachrichtenagentur sda vorliegt, geht auch hervor, wie detailliert der Staatsbesuch vorbereitet wurde. Die aufwendige Organisation und hohen Kosten sind indes für einen Staatsbesuch nicht unüblich, wie das EDA auf Anfrage mitteilte.

4. Ferien verlängert ...

Die Gesamtkosten für den Besuch der chinesischen Delegation seien vor allem deshalb etwas höher als durchschnittlich, weil Präsident Xi während vier Tagen in der Schweiz weilte, normal sind deren zwei. Zudem seien insgesamt sechs Städte in fünf Kantonen besucht worden. Dort musste die Sicherheit dementsprechend angepasst werden.

5. ... und Abkommen getroffen

Im Rahmen der Gespräche mit der chinesischen Delegation wurden im Januar zehn Abkommen und Vereinbarungen unterzeichnet, darunter eine Absichtserklärung zur Weiterentwicklung des seit Juli 2014 geltenden Freihandelsabkommens. Zudem trafen rund dreissig Vertreter der Schweizer Wirtschaft Chinas Staatschef am Rande des Staatsbesuchs zu einem Austausch. (wst/sda)