Tägi
Wettbewerb für Wettinger Tägi kostet mehr

Nach dem Leitsatz «Tägi – das Zentrum im Mittelland» läuft der internationale Wettbewerb für die Erneuerung der 40 Jahre alten Sport- und Kongressanlage.

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Tägi Wettingen

Tägi Wettingen

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Dieter Minder

Wie sollen die Anlagen des Tägi ergänzt und modernisiert werden? Erste Antworten sollen bis Mitte Jahr die zehn Planungsteams der ersten Wettbewerbsphase geben (siehe Zeitplan). Die vier Teams mit den besten Vorschlägen werden in die zweite Runde des Wettbewerbes aufgenommen. Dieser kostet mehr als angenommen, deshalb soll das Gemeindeparlament zu den 713200 Franken weitere 362000 Franken bewilligen.

Zeitplan

8. 11. 2007: Der Einwohnerrat erteilt dem Gemeinderat den Auftrag, ein Kreditbegehren für einen Wettbewerb vorzulegen.
22. 1. 2009: Der Einwohnerrat genehmigt das internationale Wettbewerbsverfahren und bewilligt dafür 713200 Franken.
11. 3. 2010: Der Einwohnerrat muss über den Nachtragskredit von 362000 Franken entscheiden. Die Mehrkosten sind auf die Projektwünsche des Einwohnerrates zurückzuführen.
März 2010: Beginn der 1. Stufe des Wettbewerbes, mit 10 Planungsteams.
Mitte 2010: Abschluss Wettbewerb Stufe 1, Auswahl von vier Planungsteams.
Ende 2010: Abschluss Wettbewerb Stufe 2.
2011: Entscheid über die zu realisierenden Elemente aus den
Modulen und Genehmigung des
Projektierungskredites. Start der Projektierungsphase.
2012: Volksabstimmung über den Baukredit.
2013/14: Spatenstich.

«Im Einwohnerrat war das Verfahren unbestritten, aber der Rat äusserte einige Zusatzwünsche», sagt Gemeindeammann Markus Dieth. Diese betrafen vor allem den Energiebereich. «Wir wollen den Minergiestandard für das Tägi», unterstreicht Urs Heimgartner, Chef Bau und Planung der Gemeinde, dies. Deshalb werden jetzt schon Daten erhoben, die sonst erst zum Bauprojekt gehören. Das hat zur Folge, dass der Wettbewerb für die Projektteams aufwändiger wird. «Wir haben die Kostentreiber ausgemacht und verlangen Angaben zu den Betriebskosten», sagt Heimgartner.

Den Wettbewerb hatte die Gemeinde international ausgeschrieben. International wird er auch durchgeführt, neben acht Teams aus der Schweiz ist noch je eines aus Deutschland und Dänemark dabei. Letztes ist das Newcomerteam. «Junge Leute sollen eine Chance habe», sagt Dieth. Das Projekt besteht aus zwei Modulen. Modul 1 umfasst eine multifunktionelle Eishalle, ein Ausseneisfeld sowie eine Tiefgarage. Als Option gehören ein Sporthotel und ein Dach für das Ausseneisfeld dazu. Modul 2 umfasst die Ertüchtigung der bestehenden Anlage (Hallen- und Gartenbad, Saal, Gastronomie), einen neuen Eingangsbereich und als Option eine Traglufthalle über den 50-m-Aussenbecken.

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