Empfangsgebühren

Werner Marti soll zwischen Billag und Gewerblern vermitteln

Streit zwischen den Gewerblern und der Billag geht in zweite Runde (Symbolbild)

Streit zwischen den Gewerblern und der Billag geht in zweite Runde (Symbolbild)

Der Gewerbeverband geht mit seinem Widerstand gegen Radio- und TV-Gebühren einen Schritt weiter. Er unterstützt nun auch jene KMU, die ihre Geräte bereits bei der Billag angemeldet haben. Ein Treffen mit Billag-Präsident Marti ist geplant, eines mit BAKOM-Chef Dumermuth hat bereits stattgefunden.

Der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) empfiehlt den Betrieben, die ihre Empfangsgeräte bereits bei der Inkassostelle Billag angemeldet haben, die Geräte wieder zu entfernen. Dies sollen sie der Billag mitteilen - zusammen mit der Aufforderung zur Löschung der entsprechenden Daten. Der sgv hat dafür auf seiner Webseite einen zweiten Musterbrief aufgeschaltet.

Diese "geleimten" Gewerbler, wie sie in der der "Gewerbezeitung" genannt werden, sollen die Billag auffordern, "Auskunft über sämtliche von ihnen über uns bearbeiteten Daten innert Frist von 30 Tagen kostenlos zu erteilen und anschliessend unsere Daten restlos zu löschen und uns dies ebenfalls schriftlich zu bestätigen". Dies soll der Billag laut Gewerbezeitung "eine Unmenge Arbeit" bescheren.

Ein erster Musterbrief ist seit Mitte Februar im Netz. Damit können Gewerbler den Billag-Inspektoren Hausverbot erteilen. Der erste Brief ist laut sgv fast 2000 Mal heruntergeladen worden. Bei der Billag sind bisher allerdings erst 41 Briefe eingetroffen, wie Billag-Sprecher Jonny Kopp auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Um die Beilegung des Konflikts wird sich nun Billag-Verwaltungsratspräsident Werner Marti, der ehemalige Preisüberwacher, kümmern. Mediensprecher Kopp geht davon aus, "dass es Gespräche geben wird zwischen Marti und der Spitze des Gewerbeverbands".

Grund für den Ärger der Gewerbler ist eine Empfehlung des Bundesrats, wonach neu auch Radio- und TV-Gebühren bezahlen soll, wer kein Empfangsgerät hat.

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