Einbürgerung
Wermuth: «Hürden für Schweizer Pass sind heute viel zu hoch»

Die Hürden, um in der Schweiz den Pass zu bekommen, seien viel zu hoch, sagt der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth. Zusammen mit weiteren SP-lern will er eine Initiative lancieren. Das Ziel: Nur noch der Bund soll Schweizer machen.

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Cédric Wermuth hat die Initiative zusammen mit dem Bündner SP-Kantonalpräsidenten Jon Pult, der Badener Parteipräsidentin Andrea Arezina sowie Schriftsteller und SP-Mitglied Andri Perl ausgearbeitet.

Kinder, die in der Schweiz geboren werden, sollen automatisch Anspruch auf das Schweizer Bürgerrecht erhalten.

Zudem sollen künftig nicht mehr Kantone und Gemeinden für die Vergabe des Bürgerrechts zuständig sein, sondern der Bund.

Dies fordert eine SP-Initiative, wie die «Schweiz am Sonntag» schrieb. Am 21. legen die Initianten ihr Bergehen der SP-Geschäftsleitung vor. Es wird dann als eines von zehn möglichen Initiativ-Projekten diskutiert.

Heute leben in der Schweiz mehr als 1,8 Millionen Ausländerinnen und Ausländer. Das ist ein Viertel der gesamten Bevölkerung.

«Diese Menschen leben und arbeiten hier, gehen hier zur Schule, zahlen hier Steuern und haben trotzdem keine staatsbürgerlichen Rechte. Das ist ein schwerwiegendes Legitimationsproblem für die Demokratie», begründet Wermuth das Initiativprojekt.

Nicht nur Kinder, die in der Schweiz geboren wurden, sollen automatisch Schweizer werden. Auch junge Ausländer und Ausländerinnen, die bis zum vollendeten 18. Lebensjahr mindestens fünf Jahre in der Schweiz gelebt haben, sollen automatisch Schweizer Staatsbürger werden.

Die Initianten der Bürgerrechts-Reform wollen ihre Partei mit der Einbindung von Migrantenorganisationen mit sanftem Druck von ihrer Initiative überzeugen: «Das Thema ist vielen Ausländern in der Schweiz ein emotionales Anliegen», ist Cédric Wermuth überzeugt.

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