Sozialdemokratie

Wermuth geht auf rot-grüne Stadtregierungen los

Cédric Wermuth kritisiert die Genossen in den Städten (Archiv)

Cédric Wermuth kritisiert die Genossen in den Städten (Archiv)

SP-Vizepräsident Cédric Wermuth rechnet in einem Interview mit Parteivertretern ab, die sich vom neuen Parteiprogramm distanzieren. Deren Verhalten sei «parteischädigend».

"Wo hat die SP seit dem Parteitag Wahlen verloren? In der Stadt Thun, im Kanton Basel-Land und im Kanton Zürich. Das sind genau jene Sektionen, die öffentlich das Parteiprogramm kritisiert haben. Wer sich für das neue Programm schämt, fordert die Wähler ja geradezu auf, das Vertrauen in die SP zu verlieren", sagte Wermuth in einem Interview mit der Zeitung "Der Sonntag".

"Von der Vision abkoppeln"

Und der Jung-Politiker kritisiert die rot-grünen Stadtregierungen. Es sei "parteischädigend, wenn Exponenten die Realpolitik von der Vision abkoppeln". "Gerade in den Städten, in denen wir die Mehrheit haben, versteht sich die Sozialdemokratie perverserweise als staatstragende Partei und verteidigt den Status quo. Wenn die SP so weiter macht wie bisher, passiert uns das gleiche wie der CVP: Wir verteidigen unsere Hochburgen, und wenn die einmal geschliffen werden, sind wir weg vom Fenster. Die Verwaltung der Macht ist kein politisches Programm."

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