Pflege

Wer Verwandte zu Hause pflegt, soll von der Spitex entlöhnt werden

Pflegende Angehörige sollen entschädigt werden.

Pflegende Angehörige sollen entschädigt werden.

Eine Arbeitsgruppe des Bundes befasst sich mit der Frage, wie pflegende Angehörige entschädigt oder entlastet werden können. In Köniz (BE) und Gossau (ZH) sind pflegende Angehörige bereits heute angestellt. Die Spitex wehrt sich gegen das Modell.

«Die Arbeitsgruppe verfolgt das Projekt mit Interesse», sagt Daniel Dauwalder, Sprecher des Bundesamts für Gesundheit, gegenüber der «NZZam Sonntag».

«Man sollte diesen Ansatz sicher weiterverfolgen», meint auch Iren Bischofberger, Professorin an der privaten Kalaidos-Fachhochschule Gesundheit.

Sie untersucht diesen Ansatz zusammen mit der Spitex Köniz in einem vom Bund finanzierten Projekt: «Der Vorteil ist, dass pflegende Angehörige sich ablösen lassen und Fortbildungen besuchen können, Ferien haben und fachliche Unterstützung erhalten», sagt sie.

Weniger begeistert von der Idee sind die Spitex-Organisationen selber. Im Kanton Graubünden wehren sie sich gerichtlich gegen eine Anstellungspflicht.

Und der Spitex Verband Schweiz rät «wegen rechtlicher und qualitativer Vorbehalte von Anstellungen von pflegenden Angehörigen ab», wie eine Sprecherin dem Sonntagsblatt sagt. (rsn)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1