Wahlen 2011

Wer gegen Umwelt und für härtere Strafnormen ist, hat schweren Stand

Prototyp des Abgewählten: Ulrich Schlüer

Prototyp des Abgewählten: Ulrich Schlüer

Parlamentarier, die für eine Verschärfung des Rechtsystems waren und sich nicht für den Umweltschutz engagierten, haben heute in der Deutschschweiz schlechte Karten. Sie wurden am Wochenende am häufigsten abgewählt.

Parlamentarier, die für eine Verschärfung des Rechtsystems waren und sich nicht für den Umweltschutz engagierten, haben heute in der Deutschschweiz schlechte Karten. Sie wurden am Wochenende am häufigsten abgewählt.

Abgewählte Kandidaten wurden in den deutschsprachigen Kantonen von den Wählenden durch Kandidaten ersetzt, die sich für mehr Umweltschutz und ein weniger strenges Rechtssystem einsetzen. Zu diesem schluss kommt die Online-Wahlhilfe Vimentis nach Auswertung der politischen Positionen der abgewählten.

Liberale Kandidaten im Aufwind

Zudem honorierte die Deutschschweizer Stimmbevölkerung Kandidaten, die für einen grosszügigen Sozialstaat, eine liberale Gesellschaft und eine stärkere aussenpolitische Öffnung stehen.

Die Analyse wurde aufgrund der Kandidaten vorgenommen, die sich an der Vimentis Wahlhilfe beteiligten

Strenge FDP-Parlamentarier abgestraft

Von den bisherigen FDP-Parlamentariern war der Abwahl-Effekt am grössten. Es wurden vor allem diejenigen FDP-Politiker abgewählt, die sich extrem für ein strenges Rechtssystem einsetzten.

Zudem honorierte die FDP-Wählerschaft ein Umschwenken ihrer bisherigen Parlamentarier zu mehr Umweltschutz. Ebenfalls wurden im Durchschnitt FDP-Parlamentarier wiedergewählt, die gesellschaftlich liberaler und für eine weitergehende aussenpolitische Öffnung sind. (rsn)

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