In einem Interview mit der Zeitung „Schweiz am Sonntag" warnt der neue Präsident des Wirtschaftsverbandes Economiesuisse, Heinz Karrer, die Initiative gefährde die bilateralen Verträge der Schweiz mit der EU: «Die SVP-Initiative ist nicht vereinbar mit unserem bilateralen Weg», sagt er. Karrer versteht die Ängste über die starke Zuwanderung, betont aber, die Unternehmen seien auf EU-Arbeitskräfte. Er sieht jedoch eine Alternative zur Einstellung ausländischer Fachkräfte: «Wenn wir weniger Einwanderer wollen, müssen wir dafür sorgen, dass wir unser Arbeitskräfte-Potenzial im Inland besser ausschöpfen.

Etwa, indem mehr Frauen berufstätig sind», sagt Karrer zur „Schweiz am Sonntag". «Wenn mehr Schweizerinnen arbeiten, brauchen wir weniger Ausländer.» Die Arbeitgeber seien «gefordert»: «Es geht um den erleichterten Wiedereinstieg von Frauen in den Arbeitsmarkt. Dieses Thema müssen wir angehen.» Er nennt konkrete Massnahmen zur Erhöhung der Erwerbsquote bei den Frauen. 2012 gingen 73,6 Prozent der Frauen einer Arbeit nach, das ist im Vergleich mit den EU-Ländern (58,6 Prozent) bereits ein hoher Wert. Allerdings haben die Frauen oftmals Teilzeitjobs.