Ein Beitrag der SBB hat in den sozialen Medien heftige Reaktionen ausgelöst: Ein User mit Pseudonym «Hajdgenoss» hat sich mit einem Post auf dem Internetdienst Instagram über die hohen Preise der SBB mokiert.

Konkret schrieb er: «Kolleg, chasch ja grad mitm Flugi uf London, und vo London uf Genf. Isch günstiger.» Die SBB konterte darauf auf Balkandeutsch: «Kolleg, dise Billett ims kostet emfall 89.- CHF ohni ims Halbetax. Wenn ims krasse Sparbillett nimsch, kostet wege niceigkeit her nur 53.40. Verstehe dise?»

«Originalpost war im selben Slang verfasst»

Die Antwort der SBB kam bei vielen Nutzern jedoch schlecht an. «kolleg du bisch schwizer und nöd vom ims balkan», schrieb einer. Ein anderer monierte: «sbb esch tüüf ksunka.» Und auch User «Hajdgenoss» schob nach: «SBB Zentrale so: Wie chömer guet bi de Junge acho im Internet? Mir redet eifach wie en Jugo und benutzet "ims".»

Gegenüber der «NZZ am Sonntag» rechtfertigt die SBB-Medienstelle ihre Sprachwahl mit derjenigen des Vorredners. Der Originalpost sei nicht in Schweizerdeutsch, sondern im selben Slang, den sie für die Antwort verwendeten, verfasst worden, sagt Mediensprecherin Franziska Frey gegenüber der Zeitung. Man habe sich bewusst der Sprache bedient, die auf diesem Kanal verwendet wurde. «Wir wollen mit unseren Aktivitäten nahe bei unseren Kunden und Followern sein und diese auch erreichen.»