Tempo 30
Weniger Verkehr dank Tempo 30

Seit dem 27. März gilt auf dem ganzen Gemeindegebiet Staufen Tempo 30. Eingangspforten mit entsprechender Signalisierung machen darauf aufmerksam, die geraden Strassen wurden zusätzlich mit bepflanzten Pollern «beruhigt». Das Fazit: Es gibt bereits weniger Verkehr im Dorf.

Merken
Drucken
Teilen
26_tempo_fhe.jpg

26_tempo_fhe.jpg

Aargauer Zeitung

Hanny Dorer

Für die flächendeckende Einführung von Tempo 30 hatte die Gemeindeversammlung am 4. Juni 2008 einem Kredit von 92 000 Franken zugestimmt. In der Folge wurde ein Verkehrskonzept ausgearbeitet und die einzelnen Massnahmen festgelegt. Auf die Ausschreibung hin gingen fünf Einsprachen ein, über die man sich jedoch einigen konnte. Seit dem 27. März gilt jetzt in der ganzen Gemeinde die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

«Während des Erstellens der Pfosten hatten wir mehrere Telefonanrufe mit Wünschen nach einer anderen Platzierung», blickte Gemeinderat Otto Moser zurück. Bei den Markierungen im Dorf habe man wegen des schlechten Wetters noch einen leichten Rückstand. Anfang April wurden die Pflanzentröge auf die Fahrbahnen platziert. «Das gab heftigste Reaktionen, auch vonseiten des Regionalbusses.» Inzwischen hat man sich aber offenbar bereits an die «Hindernisse» auf der Fahrbahn gewöhnt.

Allerdings gab es bereits einen Zwischenfall: Eine Jugendliche fuhr mit dem Velo in einen der Pflanzentröge. Wie sich nachher herausstellte, war sie mit SMS-Schreiben beschäftigt. Zum Glück war der «Gegner» ein Poller und nicht ein Auto.

Ab jetzt wirds teuer

Seit der Einführung der Tempobeschränkung hat die Regionalpolizei an verschiedenen Stellen im Dorf das Messgerät Speedy aufgestellt, das die Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam machte. Dabei wurde festgestellt, dass das Tempo immer noch allgemein eher zu hoch war - bisher ohne Folgen für die betreffenden Automobilisten.
Die Schonfrist von zwei Monaten geht nun aber zu Ende. «Ab nächster Woche wird eine Tempoüberschreitung teuer», mahnte Moser. Die Regionalpolizei werde Kontrollen im üblichen Rahmen durchführen und entsprechende Bussen verfügen.

Erste Auswirkungen festgestellt

«Es wird ganz klar langsamer gefahren», stellte ein Anwohner fest. Und auch der Verkehr habe abgenommen. Tatsächlich ziehen es nun viele Automobilisten aus dem Seetal vor, Staufen zu umfahren, und wählen den Weg über die Seetalkreuzung. Dort bemängeln sie allerdings die kurze Grünphase für Linksabbieger.

«Wir werden die Verkehrssituation im Dorf weiter im Auge behalten», versprach Moser. Korrekturen würden aber nur dort vorgenommen, wo gefährliche Situationen entstehen. Sein Fazit: «Die Massnahmen haben sich gelohnt.»