Weniger Steuern für Familien

Entlastung für Familien bei der Bundessteuer

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Familien Steuern

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Keystone

Der Regierungsrat stimmt in seiner Vernehmlassungsantwort an das Eidgenössische Finanzdepartement den Vorschlägen des Bundesrates zur Entlastung von Familien mit Kindern bei der direkten Bundessteuer grundsätzlich zu. So ist er mit der Erhöhung des Kinderabzuges um 2000 Franken je Kind auf 8100 Franken einverstanden. Ja sagt die Solothurner Exekutive weiter zur Einführung eines Abzuges für Kosten der Kinderbetreuung auch auf Bundesebene.

Kanton will geringere Abzüge

Allerdings sollten sowohl die Altersgrenze als auch die betragsmässige Limite für den Kinderbetreuungsabzug tiefer angesetzt werden, etwa wie im Kanton Solothurn, wo der Abzug bis zum 15. Altersjahr erfolgen und maximal 6000 Franken betragen kann. Der Bundesrat setzt die Alterslimite bei 16 Jahren und den maximalen Abzug bei 12 000 Franken fest.

Bei den Tarifen hält der Regierungsrat am bisherigen Modell fest und lehnt den neu vorgeschlagenen Elterntarif bzw. den zusätzlichen Abzug vom Steuerbetrag je Kind ab. Skeptisch ist die Regierung auch gegenüber dem Vorschlag, getrennt veranlagten Eltern, welche die elterliche Sorge gemeinsam ausüben, den Kinderabzug je hälftig zu gewähren, wenn kein Elternteil Unterhaltsbeiträge abzieht.

Einverstanden ist die Regierung wiederum mit der Ansicht des Bundesrats, dass Alleinerziehende steuerlich nicht länger gleich zu entlasten sind wie Verheiratete, da aus dem gleichen Einkommen nur eine erwachsene Person ihren Lebensunterhalt bestreiten muss. Er befürwortet daher die Aufhebung der entsprechenden Bestimmung im Steuerharmonisierungsgesetz. Für Alleinerziehende und Konkubinatseltern werde das allerdings zu einer gewissen Mehrbelastung führen.