Verkehr
«Weniger Auto fahren hilft allen»

Auf den Kantonsstrassen in Obersiggenthal hat der Verkehr seit Eröffnung der Siggenthaler Brücke um bis zu 60 Prozent zugenommen. Weniger Auto fahren heisst das kurzfristige Rezept.

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Stau in Obersiggenthal

Stau in Obersiggenthal

Aargauer Zeitung

Fast täglich stauen sich auf dem Gemeindegebiet von Obersiggenthal Kolonnen jener Autos, die ihren Weg nach Baden über die Siggenthaler Brücke suchen. Dass sich das Verkehrsaufkommen seit der Eröffnung dieser Brücke 2002 beträchtlich vergrössert hat, lässt sich in Zahlen belegen, die der Kanton erhoben und die Gemeinde jetzt veröffentlicht hat. Diese sprechen eine deutliche Sprache: Zunahme um 35 Prozent an der Zählstelle an der Landstrasse in Kirchdorf und an jener in der Breite um gar 61 Prozent sowie an der Zählstelle Hertenstein um 30 Prozent. Einzig in Rieden sei eine Abnahme von 25 Prozent festzustellen, hält die Gemeinde in ihrer Mitteilung fest.

Darin wird unterstrichen, dass Baudirektor Peter C. Beyeler bei der Diskussion im Grossen Rat über den (von Obersiggenthal ungeliebten) Martinsbergtunnel darauf hingewiesen habe, dass ein grosser Teil des Verkehrs im Siggenthal nach Baden aus den Gemeinden Unter- und Obersiggenthal sowie Aaretal stamme, also hausgemacht sei. «Dies dürfte zutreffend sein», schreibt der Gemeinderat Obersiggenthal, der für einen Tunnel westlich des Gemeindegebiets (sprich durch den Petersberg) plädiert und als kurzfristiges Rezept dazu aufruft, weniger Auto zu fahren. (atp)