Die meisten Einschläge gab es seit Dienstag um Mitternacht und bis zum späten Abend im Kanton Bern, wie Meteonews am Dienstag mitteilte. Dahinter folgten die Kantone St. Gallen und Zürich.

Ausserdem kamen an einigen Orten grosse Mengen an Niederschlägen zusammen. Am meisten regnete es in den letzten 24 Stunden in Oberneunforn TG mit 53 Millimetern. Am Flughafen Zürich-Kloten wurden 49 Millimeter Niederschlag registriert. Dies entspricht knapp der Hälfte der im August üblichen Regenmenge von 108 Millimetern.

Vor allem in der Westschweiz und im Berner Oberland zeigte sich zwischen den Gewitterwolken vom Morgen und jenen am Nachmittag und Abend auch die Sonne. Dabei kletterten die Temperaturen rasant in die Höhe; in Genf wurden 30,2 Grad gemessen.

Flugzeuge von Blitzen getroffen

Ein paar wenige der rund 40'400 Blitze sorgten für Unruhe: Zum Beispiel mussten zwei A321-Maschinen der Swiss nach dem Start in Zürich umkehren, nachdem sie von Blitzen getroffen worden waren. Sie hätten nach Amsterdam und nach Lissabon fliegen sollen. Für die Passagiere bestand nach Angaben von Swiss keine Gefahr.

Wegen der Gefahr von Blitzeinschlägen fertigte der Flughafen zwischen kurz vor 7 und 8.12 Uhr keine Flugzeuge ab und die Starts fielen aus. Aus Sicherheitsgründen durften sich keine Flughafenmitarbeiter im Freien aufhalten.

Blitze zwangen auch das AKW Beznau im Kanton Aargau vorübergehend in die Knie: Der Block 1 des AKW war rund zehn Stunden lang vom Netz. Um 1.34 Uhr war im Unterwerk Beznau eine 220 Kilovolt-Sammelschiene - wahrscheinlich in Folge eines Blitzschlags - ausgefallen, wie der Energiekonzern Axpo mitteilte.

Feuer in Schaffhausen

Die Blitzschläge verursachten auch Feuer: Am frühen Morgen löste ein Blitzeinschlag in Schaffhausen einen Brand im Dachstock einer Villa aus. Ein weiterer Blitz schlug in Schaffhausen ebenfalls am frühen Morgen in ein Mehrfamilienhaus ein. Der Dachstock fing Feuer und musste von der Feuerwehr gelöscht werden.

Die Gewitter vom Dienstagnachmittag sorgten im Kanton Bern für umgestürzte Bäume und überflutete Keller. Die Berner Kantonspolizei erhielt zwischen 15 und 17 Uhr 45 Schadensmeldungen.