Fall Mörgeli

Weitergabe vertraulicher Unterlagen: Uni Zürich prüft rechtliche Schritte

SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli gestern im Zürcher Prime Tower.Keystone

SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli gestern im Zürcher Prime Tower.Keystone

Die Universität Zürich prüft rechtliche Schritte gegen SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli. Hintergrund ist die Präsentation einer Folie, die die Uni Zürich als vertraulich eingestuft hatte.

Das Dokumentmit den Namen einer internationalen Kommission, welche die Objektsammlung des Medizinhistorischen Instituts und Museums beurteilt hat, zeigte Mörgeli im Rahmen einer Pressekonferenz im Zürcher Prime Tower. Brisant ist, dass die Namen der Experten und der dazugehörige Bericht von der Universität Zürich (UZH) als vertraulich eingestuft werden.

Die Weitergabe der Unterlagen letztes Jahr an einen Journalisten sei Gegenstand des Verfahrens wegen Amtsgeheimnisverletzung gegen zwei Mitarbeiter der Universität Zürich, bestätigt Beat Müller, der Mediensprecher der UZH, in der «Sonntagszeitung»: «Die Universität behandelt den Expertenbericht sowie die Namen der Experten vertraulich, deshalb prüft sie rechtliche Schritte.»

Mörgeli sagt auf Anfrage: «Das der Expertenbericht vertraulich ist, scheint klar zu sein.» Wegen dessen unzulässiger Weiterreichung an Dritte sei ja auch ein Strafverfahren im Gang. Unklar sei aber, weshalb die Co-Autoren geheim bleiben sollten.

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