Weitere Restrukturierungen bei der Post in Prüfung

Gewinn der Post wird kleiner

Gewinn der Post wird kleiner

Die Schweizerische Post schliesst ihr Geschäftsjahr 2008 mit «deutlich mehr» als 500 Millionen Franken Gewinn, aber unter dem Ergebnis vom Vorjahr ab. Dies erklärt Post-Chef Ulrich Gygi. Für 2009 soll der Gewinn wegen der Konjunktur nochmals zurückgehen.

"Aber natürlich haben auch wir die Konjunkturschwäche gespürt", sagte Gygi im Interview mit der Zeitung "Sonntag". Das habe sich vor allem darin gezeigt, dass weniger adressierte Werbung versandt worden sei. Die offiziellen Zahlen präsentiert die Post Ende März.

Der Beitrag der Post an den Bund solle für 2008 unter die letztjährige Zahlung von 300 Millionen Franken fallen, sagte Gygi weiter. Diesen Antrag wolle die Post wegen des tieferen Gewinns stellen, entscheiden müsse aber der Bundesrat. "Mittelfristig sollte die Post über 500 Millionen Franken machen."

Vermehrt werde die Post in Zukunft auf Maschinen setzen, kündigte Gygi an. Nach der Modernisierung der Briefsortierung werde nun die Briefannahme überprüft. Dadurch erhofft sich Gygi "im Idealfall" Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe. Wie viele Stellen verloren gehen, habe die Post aber nicht durchgerechnet. Preiserhöhungen bei der A- und B-Post seien vorerst nicht geplant.

Für berechtigt hält Gygi aber Tariferhöhungen bei der SBB, der er seit Anfang Jahr als Verwaltungsratspräsident vorsteht. "Die SBB haben ihr Angebot verbessert und ausgebaut." Es werde aber schwierig sein, eine Preiserhöhung bei der jetzigen politischen und konjunkturellen Lage durchzuführen. Verkehrsminister Moritz Leuenberger hatte unlängst vor einer Erhöhung gewarnt.

Meistgesehen

Artboard 1