Weisses Haus wertet Europa-Reise Obamas als grossen Erfolg

Barack Obama in Istanbul

Barack Obama in Istanbul

US-Präsident Barack Obama hat in der Türkei seine achttägige Europa-Reise abgeschlossen und ist überraschend nicht in die USA zurückgereist, sondern in die irakische Hauptstadt Bagdad geflogen. Das Weisse Haus bezeichnete die Europa-Reise als grossen Erfolg.

Die Europareise von US-Präsident Barack Obama brachte nach Einschätzung des Weissen Hauses wichtige politische Fortschritte und verbesserte das Ansehen der USA nachhaltig.

Obamas Chefberater David Axelrod sprach von einem "grossen Erfolg" und einer "enorm produktiven Reise". Axelrod verwies insbesondere auf die Schaffung einer neuen Vertrauensbasis bei den Gesprächen Obamas mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao.

Es sei von besonderer Bedeutung, dass nun wieder neue Abrüstungsgespräche begännen. Obama sei es zudem gelungen, die beschädigten bilateralen Beziehungen zu manchen Verbündeten wie zum Beispiel der Türkei wieder zu reparieren.

Obama setzte sich an seinem letzten Besuchstag in der Türkei erneut für ein besseres Verhältnis des Westens zur islamischen Welt ein. Er wolle "ein neues Kapitel" in den Beziehungen aufschlagen, sagte er vor türkischen Studenten in Istanbul. Die Welt werde in den USA seine "Partner und Freunde" finden.

Zum Abschluss seiner Visite traf er am Dienstag in Istanbul mit religiösen Führern zusammen, darunter der Istanbuler Grossmufti Mustafa Cagrici, der syrisch-orthodoxe Erzbischof Yusuf Cetin, der jüdische Oberrabbiner Ishak Haleva und der armenischen Erzbischof Aram Atesyan.

Das Treffen wurde in der Türkei als Teil der Bemühungen verstanden, gemässigte Kräfte gegen religiösen Extremismus an einen Tisch zu bringen. Im Anschluss besichtigte Obama zusammen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan Sehenswürdigkeiten wie die Blaue Moschee und die Hagia Sophia.

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