Winter
Weisse Pracht lockt in die Berge – und die Schneekanonen dürfen schweigen

Wegen des Schnees haben die Skigebiete mehr Gäste. Und noch ein anderer Faktor wirkt positiv: Die Bergbahnbetreiber können Wasser und Strom sparen, die sonst für Schneekanonen gebraucht würden.

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Schneekanonen sind zurzeit ausser Betrieb. Das spart Wasser und Strom.

Schneekanonen sind zurzeit ausser Betrieb. Das spart Wasser und Strom.

Thinkstock

Die Bilder trafen jeden Skifahrer ins Herz. Weisse Streifen ziehen sich durch braun-grüne Landschaften. Nur in Reichweite der Schneekanonen lag Schnee. Braune Wiesen von gestern: Dieses Jahr ist alles anders. Engelberg Titlis meldete knapp sechseinhalb Meter Schnee.

Die meisten anderen Skigebiete verzeichnen zwischen zwei und fünf Meter weisse Pracht. Die gepulverten Hänge locken die Unterländer wieder auf die Pisten. Das Bündner Skigebiet Laax verzeichnete einen Besucherzuwachs von gegen zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch in den eher tief gelegenen Flumserbergen spricht man von mehr Gästen.

Wegen des Schnees kommen nicht nur mehr Besucher, die Bergbahnbetreiber können zudem Wasser und Strom sparen, die sonst für Schneekanonen gebraucht würden. In Laax rechnet man mit Einsparungen von zehn Prozent, weil nicht nachbeschneit werden muss. Auch in den Flumserbergen brauchte man nach der Anfangsbeschneiung im November und Dezember die Schneekanonen kaum noch.

Schneekanonen weiter gefragt

Ist die Zeit der Schneekanonen nun vorbei? Marco Bieri, Präsident von der SMI Snow Makers AG, winkt ab. Die Nachfrage nach Schneekanonen und Beratung in Sachen Beschneiung sei weiterhin hoch. Wer heute Bergbahnen betreibe, ändere wegen eines guten Winters die Strategie nicht. Und er gibt zu bedenken: Tiefe Skigebiete sind auch in diesem Jahr auf Schneekanonen angewiesen.

Geri Berchtold von der Walliser Aletscharena gibt zu bedenken, dass der Schneefall die Pistenpräparation verkompliziere. Die Energie, die beim Beschneien gespart wird, werde dort wieder eingesetzt. (RIT)