Schadenersatz
Weinpansch-Affäre: Giroud will 30 Millionen Franken von der SRG

Der Weinproduzent Marc Giroud will vom Schweizer Fernsehen 30 Millionen Franken Schadensersatz, weil dieses ihn zu Unrecht als Weinpanscher betitelt habe. Er hat eine entsprechende Forderung beim Betreibungsamt eingereicht.

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Weinhändler Marc Giroud kämpft um seinen Ruf. (Archiv)

Weinhändler Marc Giroud kämpft um seinen Ruf. (Archiv)

Keystone

Der Walliser Weinhändler Marc Giroud fordert von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG 30 Millionen Franken. Das berichtet die "Schweiz am Sonntag".

Am Donnerstag reichte Giroud seine Zahlungsaufforderung gegen die SRG beim zuständigen Betreibungsamt Bern-Mittelland ein. Der Weinhändler wirft dem Westschweizer Fernsehsender RTS vor, als erstet am 6. Dezember 2013 einen Bericht ausgestrahlt zu haben, bei dem er zu Unrecht der Weinpanscherei beschuldigt wurde. Dies ohne die Unschuldsvermutung zu berücksichtigen.

Nachdem die Waadtländer Staatsanwaltschaft Giroud vor kurzem wegen des Verdachts der Weinfälschung freigesprochen hat, sah sich dieser in seiner Millionen-Schadensforderung an die Adresse der SRG bestätigt ​ und wird auch noch das Bundesgericht beschäftigen. ​

Wie aus dem Umfeld des Weinhändlers zu erfahren ist, wirft dieser der SRG vor durch die Brandmarkung als Weinpanscher einen finanziellen Schaden erlitten zu haben, der die 30 Millionen Forderung rechtfertigt. So habe er unter anderem Grosskunden wie Denner verloren, den Namen Giroud aus der Firma löschen müssen und könne sein Weingut, dass auf 60 Millionen Franken geschätzt wird, wegen der Kampagne der SRG nicht zu einem anständigen Preis verkaufen. Da das Betreibungsbegehren noch noch nicht ​bei der SRG eingetroffen ist, ​ will ​diese ​keine Stellungnahme abgeben. (SaS)