Subvention

Weil freikirchliche Jugendverbände missionieren, bekommen sie kein Geld mehr

Jeder dritte Schweizer Kirchgänger gehört einer Freikirche an. (Symbolbild)

Kein Geld mehr vom Bund: die freikirchlichen Jugendverbände sind zu missionarisch.

Jeder dritte Schweizer Kirchgänger gehört einer Freikirche an. (Symbolbild)

Jedes Jahr unterstützt der Bund verschiedene Kinder- und Jugendorganisationen mit einem Beitrag von rund vier Millionen Franken. Davon profitierten immer auch freikirchliche Organisationen – bis sie 2014 von der Gönnerliste gestrichen wurden.

Der Grund dafür: Die freikirchlichen Jugendverbände sind zu missionarisch. Gegen diesen Vorwurf wehrten sie sich mit einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet, hält das Gericht nun fest: Die freikirchlichen Verbände bekommen zu Recht keine Subventionen mehr vom Bund. Ihre Beschwerde wurde abgelehnt.

Betroffen von der Ausmerzaktion sind 18 von insgesamt 26 glaubensbasierten Organisationen, die in der Vergangenheit teilweise seit Jahrzehnten Bundesgelder erhielten. Bei dem Betrag, der ihnen gestrichen wurde, handelt es sich insgesamt um über 680 000 Franken. Alle 18 betroffenen Verbände legten beim Bundesverwaltungsgericht einzeln eine Beschwerde ein. Allesamt sind sie vor Gericht abgeblitzt.

In seinem Urteil schreibt das Bundesverwaltungsgericht: „Zwar darf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Ausdruck der christlichen Haltung sein, aber nicht als ein Mittel zum Zweck missionarischer Tätigkeiten missbraucht werden.“

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1