Kampagne

Weil es zu oft nicht klappt: So will ein junger Sanitäter den Schweizern die Rettungsgasse erklären

So geht eine Rettungsgasse

So geht eine Rettungsgasse

In Zusammenarbeit mit der Kapo Bern ist dieses Animationvideo entstanden, das heute lanciert wird.

Der 20-jährige Sanitäter Pascal Rey aus Basel weiss es aus eigener Erfahrung: Trotz Blaulicht und Sirenen haben Rettungskräfte in der Schweiz nicht selten keine Chance, zu einem Unfallort durchzukommen.

Eigentlich wäre es ganz einfach: Passiert ein Unfall auf der Autobahn, sollen die Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge an den rechten und linken Fahrbahnrand fahren, damit in der Mitte Platz für Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen bleibt. So geht die sogenannte Rettungsgasse.

In Nachbarländern wie Deutschland oder Österreich können die Rettungskräfte meist damit rechnen, dass die Autofahrer diese Gasse bilden. Dort sind es oft auch staatliche Behörden, die dieses Verhalten fördern und fordern.

Müssen sich die Retter durch den gestauten Verkehr kämpfen, verlieren sie oft wertvolle Zeit. Rechts: Pascal Rey, Initiator der Kampagne.

Bilder vom Kampagnen-Fotoshooting auf der Bieler Autobahn

Müssen sich die Retter durch den gestauten Verkehr kämpfen, verlieren sie oft wertvolle Zeit. Rechts: Pascal Rey, Initiator der Kampagne.

In der Schweiz gibt es keine vergleichbare nationale Kampagne. Deshalb hat es sich ein Privater daran gemacht, die Autofahrer aufzuklären (BZ Basel berichtete). Pascal Rey aus Basel ist 20 Jahre jung, Lehrling und Sanitäter und vielseitig engagiert. Organisiert sind Rey und sein Kampagnen-Team im Verein «Helfen helfen».

Ab Minute 6:15: Telebielingue berichtete über das Fotoshooting auf der Bieler Autobahn in der Sendung vom 17. September 2017

Ab Minute 6:15: Tele Bielingue berichtete über das Fotoshooting auf der Bieler Autobahn in der Sendung vom 17. September 2017

Weil die Behörden in Basel der Initiative einen Korb gaben, arbeitet Rey stattdessen mit dem Bundesamt für Strassen, Astra, und mit der Berner Kantonspolizei zusammen.

Auf der Bieler Autobahn konnten er und sein Team Fotos für die Kampagne schiessen, der Mediendienst der Kapo Bern entwickelte einen Animations-Clip, der die Rettungsgasse erklärt – bei zwei-, drei- oder vierspurigen Strassen (Video ganz oben).

Heute Montag startet die schweizweite Kampagne mit Videos, Fotos, Flyern und einer Website.

(smo)

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