Luftrettung

Weil Deutsche nur tagsüber fliegen: Auch TCS-Heli will ennet der Grenze retten

Der TCS-Rettungsheli startet vom Birrfeld aus.

Der TCS-Rettungsheli startet vom Birrfeld aus.

Der TCS-Rettungsheli möchte auch in Deutschland fliegen. Weil die deutschen Kollegen nur bei Tageslicht fliegen, ist der Markt ennet der Grenze für den in Birrfeld stationierten Heli attraktiv. Die Rega fliegt schon seit längerem in Deutschland.

Der Luftrettungskampf zwischen der Rega und dem Touringclub Schweiz (TCS) geht in eine neue Runde. Wie Recherchen der Zeitung «Schweiz am Sonntag» zeigen, will der TCS künftig auch in Deutschland Notfall-Einsätze fliegen.

Grund dafür: Der TCS-Heli ist unweit der Grenze auf dem Flughafen Birrfeld AG stationiert und das Nachbarland ist ein attraktiver Markt.

Weil deutsche Rettungshelikopter nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fliegen dürfen, alarmiert Baden-Württemberg heute nachts automatisch die Rega.

Das Monopol über dem nächtlichen Himmel von Deutschland will Alpine Air Ambulance, welche die Rettungen für den TCS durchführt, nun aufbrechen.

Vom Innenministerium Baden-Württemberg ist zu erfahren: «Der TCS ist daran interessiert, in der Luftrettung mitzuwirken.» Das Verwaltungsverfahren laufe.

Das bestätigt auch der TCS. «Alpine Air Ambulance führt im Moment Verhandlungen mit dem Bundesland über den Einsatz bei Notfallrettungen», sagt TCS-Sprecher Moreno Volpi. Über die Details der Verhandlungen gebe der TCS aber keine Auskunft. (SaS)

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