Lehrplan 21
Weihnachten und Ostern kommen zurück ins Klassenzimmer

Das Christentum erhält an den Schulen wieder mehr Gewicht. Begriffe wie «Weihnachten» und «Ostern» werden im neuen Lehrplan 21 wieder fest verankert. Damit reagieren die Erziehungsdirektoren auf das Drängen von christlichen Glaubensgemeinschaften.

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Das Christentum ist im neuen Lehrplan wieder stärker verankert. (Symbolbild)

Das Christentum ist im neuen Lehrplan wieder stärker verankert. (Symbolbild)

Keystone

In der ersten Fassung des neuen Lehrplans 21 fehlten zentrale Begriffe des Christentums komplett. Stattdessen rückten die Weltreligionen ins Zentrum.

Schweizer Bischöfe, Kirchen und andere Religionsgemeinschaften wehrten sich daraufhin gegen die geplante Schulreform. Das hat offenbar gewirkt. wie die „Schweiz am Sonntag" berichtet. Begriffe wie «Weihnachten» und «Ostern» werden wieder explizit im Lehrplan verankert, heisst es in einer Stellungnahme der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren (D-EDK).

Keine schleichende Islamisierung

«Wir haben uns immer zu den christlichen Werten bekannt», sagt Christian Amsler, Präsident der D-EDK. Von einer schleichenden Islamisierung der Schule - wie es teilweise hiess - könne deshalb keine Rede sein. Mit der expliziten Nennung christlicher Feste und jüdisch-christlichen Überlieferungen habe man den Wünschen mehrerer Glaubensvertreter Rechnung getragen, sagt Amsler.

Von einem konfessionellen Religionsunterricht sehen die Erziehungsdirektoren aber weiterhin ab. Dieser bleibe Sache der Kirche und Glaubensgemeinschaften. Vielmehr sei es heute entscheidend, dass Jugendliche andere Religionen kennen lernten, sagt Amsler. Damit werde gewährleistet, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem kulturellen und religiösem Hintergrund am Unterricht teilnehmen können.