Wegen Platznot: Integra belegt jetzt auch eine Fabrik

Wegen Platznot: Integra belegt jetzt auch eine Fabrik

Wegen Platznot: Integra belegt jetzt auch eine Fabrik

Die Behindertenstiftung Integra Freiamt in Wohlen will ihren Spitzenplatz in der Betreuung, Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit einem Handicap behaupten. Sie baut ihr Angebot weiter aus. In einem ehemaligen Fabrikationsgebäude an der Aeschstrasse in Wohlen erweitert die Integra ihre Kreativwerkstätte um zehn Plätze.

Das Fabrikationsgebäude dient der Integra vorläufig als Provisorium. «Unsere Institution ist mit dem Raumangebot an den Grenzen angelangt und platzt förmlich aus allen Nähten», betonte Integra-Stiftungsleiter Pascal Gregor gestern an einer Medienkonferenz. Die Integra suche deshalb seit geraumer Zeit einen neuen Standort für die Werkstätten und weitere Bereiche. Nur der Wohnbereich bleibt an den bisherigen Standorten. «Es ist sehr aufwändig, die Provisorien an den verschiedenen Orten zu betreiben», sagte Gregor. Ein zentraler Neubau sei deshalb unbedingt erforderlich.

Die Integra-Geschäftsleitung hofft, dass das Raumprogramm für den Neubau bis Ende Februar mit dem Kanton bereinigt werden kann. Auf den Aufruf der Institution sind bisher drei Angebote von Landeigentümern eingegangen, die nun intern auf ihre Tauglichkeit geprüft werden, teilte Stiftungsratspräsident Josef Brunner mit. Wann mit dem Neubau begonnen werden kann, konnte Brunner noch nicht sagen. Für das Provisorium im Aesch wurde mit der Eigentümerin der Liegenschaft, des Baugeschäfts Otto Notter AG, ein Mietvertrag auf fünf Jahre abgeschlossen. Die Integra investierte rund 100000 Franken ins Gebäude. Die zehn betreuten Menschen fühlen sich in den beiden Kreativwerkstattgruppen in der Fabrik offensichtlich wohl. «Wir haben genügend Platz und können uns auf zwei Räume verteilen, die viel Tageslicht hereinlassen», sagt die Bereichsleiterin Esther Meier.

Eingliederung vor IV-Rente

Einen Teil des von der Integra gemieteten Stockwerkes wird die Abteilung berufliche Massnahmen beanspruchen. «Die Eingliederung wird immer wichtiger», betont der Bereichsleiter Urs Peterhans. «Denn die Invalidenversicherung setzt unter dem herrschenden Kostendruck vermehrt auf das Prinzip, dass die Eingliederung vor einer IV-Rente kommen muss.» (ba)

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