Sicherheit
Wegen Köln: Schweizer Polizeikorps wappnen sich für Silvester

Vor einem Jahr sorgten Silvesterfeiern weltweit für Schlagzeilen, weil Männergruppen Frauen sexuell belästigten. In Zürich gab es elf Anzeigen. Das solls dieses Jahr nicht mehr geben.

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Silvester-Feuerwerk in Zürich: Die Polizei will Übergriffe verhindern und ist mit mehr Personal präsent.

Silvester-Feuerwerk in Zürich: Die Polizei will Übergriffe verhindern und ist mit mehr Personal präsent.

Keystone

«Aufgrund der Ereignisse vom letzten Jahr haben wir beschlossen, deutlich mehr Personal einzusetzen», sagt der Medienchef Marco Cortesi (60) von der Stadtpolizei Zürich zu SonntagsBlick.

Auch andere Korps stocken auf, wie Recherchen von SonntagsBlick zeigen. Die Kantonspolizei St. Gallen wird laut Sprecher Florian Schneider (30) «die Silvesterfeierlichkeiten mit zusätzlichen Patrouillen» begleiten.

«Natürlich reagieren wir auf solche Vorfälle und beziehen diese in die Planung mit ein», sagt auch Bianca Liechti von der Stadtpolizei Winterthur. Diese werde die Feier «mit einem entsprechenden Aufgebot» begleiten. Die Schaffhauser Polizei will über eine allfällige Aufstockung nicht informieren. «Das Wissen über die Vorfälle, wie sie in Köln stattgefunden haben, fliesst aber sicher in die Planung mit ein», so Sprecherin Cindy Beer (32).

Und bei der Berner Kantonspolizei ist man laut Christoph Gnägi (36) auf das Thema sensibilisiert. «Bei den grösseren Anlässen mit erhöhtem Menschenaufkommen sind die Dispositive immer etwas höher als sonst.»

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