Zug

Wegen Ehrverletzung: Hürlimann zeigt Spiess-Hegglin erneut an

Jolanda Spiess-Hegglin: «Danke für die x-te Anzeige.»

Jolanda Spiess-Hegglin: «Danke für die x-te Anzeige.»

Keine Ruhe im Zuger Sex-Fall: SVP-Politiker Markus Hürlimann zeigt die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin erneut an. Diesmal wegen Ehrverletzung. Diese reagiert auf Facebook auf ihre Art.

Seit jenem verhängnisvollen Abend an der Zuger Landammannfeier im Winter 2014 decken sich diese zwei mit Anzeigen ein.

Jetzt hat Markus Hürlimann die Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin wegen ihres Auftrittes bei Schawinski angezeigt. Er macht Ehrverletzung geltend.

Publik machte es die 35-Jährige gleich selber: «Danke für die x-te Anzeige. Es gibt bestimmt Leute, welchen du damit schaurig Eindruck machst. Mir nicht so», schreibt Spiess-Hegglin am Montag auf Facebook. 

Dazu setzt sie den Hashtag #nichtschweigen. Genau deswegen hat die die Anzeige am Hals: Obwohl das Verfahren gegen Hürlimann eingestellt wurde und Hürlimann somit als unschuldig gilt, äusserte sie sich Anfang Monat in der SRF-Sendung «Schawinksi» wiederholt recht eindeutig zum Fall.

«Man hat keine Freude, sich an einer Frau zu vergehen, die einfach da liegt», sagte sie beispielsweise gemäss «Blick». Obwohl keine Spuren dafür gefunden wurden, ist sie überzeugt Opfer von K.o.-Tropfen geworden zu sein. 

1. September 2015: Die Zuger Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den SVP-Politiker eingestellt. Hürlimann schliesst mit der Affäre ab, doch der Fall hinterlässt Spuren bei ihm.

1. September 2015: Die Zuger Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den SVP-Politiker eingestellt. Hürlimann schliesst mit der Affäre ab, doch der Fall hinterlässt Spuren bei ihm.

Markus Hürlimann, SVP Kantonsrat Zug, schliesst in der Zuger Sexaffäre mit Jolanda Spiess-Hegglin (Grüne) ab. 

Gegen Spiess-Hegglin läuft noch eine ältere Anzeige von Hürlimann wegen Verleumdung und übler Nachrede. Spiess-Hegglin hat aber selber auch noch Rechnungen offen. Sie hat den stellvertretenden Chefredaktor der «Weltwoche» Philipp Gut und den SVP-Stadtparlamentarier Mario Schmitt ebenfalls wegen Ehrverletzungsdelikten angezeigt. Ausserdem fordert sie vom «Blick» eine halbe Million Franken Entschädigung. (rar)

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