Schweiz

Wegen Corona-Krise: Der Hauseigentümerverband warnt vor Immobiliencrash

Mit zunehmender Dauer der Corona-Krise befürchtet der Hauseigentümerverband Notverkäufe von Liegenschaften. (Symbolbild)

Mit zunehmender Dauer der Corona-Krise befürchtet der Hauseigentümerverband Notverkäufe von Liegenschaften. (Symbolbild)

Weil Betreibungen ausgesetzt werden, fürchtet der Hauseigentümerverband (HEV) Zwangsverkäufe von Liegenschaften. Diese könnten zu einem Immobiliencrash führten, der der Volkswirtschaft grossen Schaden zufügen würde.

(sku/wap) Der Hauseigentümerverband lehne notrechtliche Eingriffe ins Privatrecht entschieden ab. Das verkündet der HEV am Freitag. Konkret geht es um Vorschläge des Mieterverbandes, der zahlungsunfähige Mieter vor Betreibungen und Zwangsräumungen schützen will.

Der Hauseigentümerverband warnt, dass Kündigungsverbote und Aufrufe zur Zahlungsverweigerung keine Probleme lösen, sondern lediglich neue schaffen würde. Notverkäufe von Liegenschaften hätten negative Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, besonders dann, wenn es zu Zahlungsausfällen bei den Hypothekargebern komme. Die Hypotheken in der Schweiz beliefen sich auf 1000 Milliarden Franken. Man müsse deshalb unbedingt vermeiden, dass es zu einem Immobiliencrash komme.

Erforderlich sei die Bereitschaft der Parteien zum gegenseitigen Aushandeln von situationsspezifischen Lösungen. Denn sowohl Immobilieneigentümer, Bauherren als auch Vermieter und Mieter seien von der Corona-Krise betroffen.

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