Schweiz

Wegen Corona: Genfer Universitätsspitäler schieben nicht dringende Operationen auf

In den Einrichtungen des Genfer Universitätsspitals werden bereits 200 Coronapatienten behandelt.

In den Einrichtungen des Genfer Universitätsspitals werden bereits 200 Coronapatienten behandelt.

Der Kanton Genf rechnet in den nächsten zehn Tagen mit 400 Coronapatienten in seinen Spitälern. Die Regierung hat deshalb entschieden, nicht dringende Operationen vorerst auszusetzen.

(rwa) «In zehn Tagen werden wir 400 Patienten haben», erklärte Bertrand Levrant, Geschäftsführer des Genfer Universitätsspitals (HUG), am Mittwoch vor den Medien. Die Situation sei «äusserst ernst». «Wir dürfen nicht warten, bis wir überwältigt sind, bevor wir reagieren.»

Der Genfer Gesundheitsminister Mauro Poggia kündigte an, dass die HUG nicht dringende Operationen vorerst aussetzt, um die Kräfte für Covid-19-Patienten zu bündeln. Auf weitere Massnahmen hat die Regierung verzichtet. Poggia wandte sich jedoch mit eindringlichen Worten an die Bevölkerung: «Ich appelliere an die individuelle Verantwortung aller. Wir können alle möglichen Entscheidungen treffen, wenn die Bevölkerung uns nicht folgt, wird es nicht funktionieren.»

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