WEF 2013

WEF-Gründer Schwab prophezeit das Ende der Privatsphäre

Klaus Schwab, WEF-Gründer (Archiv)

Klaus Schwab, WEF-Gründer (Archiv)

«Facebook und Google wissen wohl mehr über uns, als die Gestapo jemals über einen einzelnen Bürger in Deutschland herausfand.» Dies sagt WEF-Gründer Klaus Schwab im Interview.

«Es wird absolute Transparenz herrschen, es wird keine Privatsphäre mehr geben.» Das sagt WEF-Gründer Klaus Schwab im Interview mit der Zeitung «Die Nordwestschweiz».

Junge Leute hätten einen komplett anderen Bezug zur Privatsphäre - sie störe Transparenz nicht. Die sozialen Medien würden viel zu dieser Transparenz beitragen: «Facebook und Google wissen wohl mehr über uns, als die Gestapo jemals über einen einzelnen Bürger in Deutschland herausfand.»

Aus dieser neuen Transparenz schliesst Schwab auch auf aktuelle politische Probleme. Beispiel Steuerstreit: «Natürlich wird diese Transparenz auch in Bezug auf unser Finanzsystem herrschen - und zwar global», so Schwab.

«Die Schweiz sollte da nicht als Bremserin, sondern als konstruktive Mitgestalterin einer zukunftsfähigen Lösung wahrgenommen werden.» Schwab empfiehlt der Schweiz «einen etwas weiteren Horizont» als heute.

Am 23. Januar eröffnet Klaus Schwab das 43. WEF in Davos, zu dem wiederum etwa 2500 Entscheidungsträger aus der ganzen Welt erwartet werden. (nch)

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