Welschenrohr
Was Jungbürger wollen

Zwei Schwerpunkte prägten die Sitzung des Gemeinderats Welschenrohr: die von den Jungbürgern vorgebrachten Anliegen an die Gemeinde sowie der Güterregulierung.

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Anton Strähl

Die Jungbürgerinnen und Jungbürger haben dem Gemeinderat anlässlich der Jungbürgerfeier eine ganze Palette von Anliegen vorgetragen. Der Rat hat nun jedes einzelne Anliegen beraten und dabei festgestellt, dass vielen davon bereits nachgelebt wird, andere in Bearbeitung sind und wieder andere in den privaten oder regionalen Bereich gehören.

Die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, den Erhalt der Schulen und Einkaufsmöglichkeiten und die Steigerung der Einwohnerzahl hat der Gemeinderat bereits zu seinen Legislaturzielen erklärt. Um das Nachtleben im Dorfe attraktiver zu machen, dürfte wohl das Dorf zu klein sein. Nachdem der Jugendkeller in Matzendorf geschlossen wird, sucht man im hintern Thal allerdings eine neue Lokalität. Fraglich ist, ob sich in Welschenrohr ein solcher Raum finden lässt.

Doch ein Radweg nach Gänsbrunnen?

Der Bau eines Pferdepfades oder eines durchgehenden Radweges im Thal muss nach Auffassung der Behörde regional mit dem Naturpark Thal initiiert werden. Hingegen will der Rat nochmals die Möglichkeit eines Radweges nach Gänsbrunnen entlang der Dünnern prüfen. Weiter soll die Sportplatzkommission die Erneuerung des Spielplatzes beim Schulhaus abklären. Einig ist sich der Rat mit den Jungbürgern, dass die Anbindung an den öffentlichen Verkehr aus Richtung Gänsbrunnen vorab abends mangelhaft ist. Hier sollten Möglichkeiten gefunden werden, auch am späten Abend mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Solothurn nach Welschenrohr zu gelangen, etwa freitags und samstags per Nachtbus.

Der Rat hofft zudem, dass mit der Übergabe der Strecke Solothurn-Moutier an die SBB das Angebot nicht schlechter wird. Auch ist er wenig begeistert, wenn die Schnellzüge Olten-Solothurn demnächst, wie zu hören ist, nur noch im Zweistundentakt in Oensingen halten sollen. Was die Verschönerung des Dorfes anbetrifft, will er die Kulturkommission beauftragen, die Möglichkeit eines Wettbewerbes abzuklären. Massnahmen zur Steigerung der Attraktivität erfordern bekanntlich Mittel. Darum sieht der Rat derzeit auch keine Möglichkeit, den Steuerfuss zu senken.

Rats-Stenogramm

Im Weiteren hat der Rat
- ein Gesuch des Männerchores um Erlass der Benützungsgebühr für die alte Turnhalle einstimmig abgelehnt;
- von der positiven Aussprache mit dem FC Welschenrohr wegen Vorkommnissen bei der Benützung der Garderoben und der Verwendung von Glasflaschen auf dem Schulhausareal Kenntnis genommen;
- vom Flugblatt der Standort- und Wirtschaftskommission bezüglich Dorfladen, das diese Woche an die Haushaltungen verteilt wird, Kenntnis genommen. (asw)

Landreserven behalten

Der Gemeinde gehören ausserhalb der Bauzone 13 Strassen und 12 Landparzellen von insgesamt 3,7 Hektaren oder 1,2 Millionen Bonitätspunkten. Eine Arbeitsgruppe mit Anna Béguelin, Beat Allemann und Alexander Hänni hat am «Wunschtag» im Rahmen der Güterregulierung die Gemeinde bezüglich Abtausch von Parzellen vertreten. Laut Anna Béguelin wurden die ersten Vorschläge nicht ganz akzeptiert, so dass die Arbeitsgruppe gezwungen war, weitere einzubringen.

Diese hat der Rat nun behandelt. Sicher will man die Parzellen beim Wasserreservoir und beim Schiessstand behalten. Zudem besteht die Möglichkeit eines Abtausches, um den Parkplatz beim Schiessstand für die Gemeinde zu sichern. Der Rat unterstützt die Stossrichtung der Arbeitsgruppe, Land für einen späteren Abtausch zu behalten. Er ist auch bereit, den Steinebach im Rahmen der Güterregulierung an den Kanton abzutreten. Das würde ein Ertrag von rund 10 000 Franken ergeben.