Nur noch 28 Prozent der Jugendlichen identifizieren sich mit politisch linken Werten. Das geht aus der Studie «Young Adult Survey Switzerland» (YASS) hervor, bei der über 35 000 junge Erwachsene in der ganzen Schweiz im Alter zwischen 19 und 25 Jahren befragt wurden.

Wie der Jugendpsychologe Allan Guggenbühl gegenüber der „Schweiz am Sonntag“ sagt, haben idealistische, weltverbesserliche Vorstellungen bei den Jungen ihren Platz verloren. Angesichts des pessimistischen politischen Klimas sorgten sich die jungen Erwachsenen vor einem Sozialsystem, das zusammenbricht, vor Krieg, vor einer instabilen Europapolitik. „Den Schutz sucht die Jugend im Bewährten, statt sich in wagemutige Utopien zu stürzen“, so Guggenbühl.

Wie die „Schweiz am Sonntag“ weiter schreibt, zeigt sich der bekanntesten Jugendforscher Deutschlands, Klaus Hurrelmann, erstaunt ab der Trendwende der Schweizer Jugend. «Die deutschen Jugendlichen schreiben sich mehrheitlich der politischen Mitte oder Links zu», sagt er.

Die rechte Partei «Alternative für Deutschland» sei bei der jungen Generation wenig beliebt. Nicht so in der Schweiz, wo sich 36 Prozent mit der Mitte und ebenfalls 36 Prozent mit der politischen Rechten identifiziert.