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Walter Rüegg wartet SRG-Neuorganisation nicht ab

Radiodirektor Rüegg geht (Archiv)

Radiodirektor Rüegg geht (Archiv)

Radiodirektor Walter Rüegg mag nun doch nicht warten, bis die SRG-Neuorganisation steht, da diese sich verzögert. Er wird noch dieses Jahr in Pension gehen. Der Verwaltungsrat der SRG Deutschschweiz befasst sich am Montag mit der Nachfolge.

Im Herbst 2008 hatte der Verwaltungsrat (VR) SRG-Deutschschweiz Rüegg ersucht, erst im Juni 2010, ein Jahr später als ursprünglich vorgesehen, in Pension zu gehen. Dann sollte die SRG-Unternehmensorganisation - die Zusammenführung von Radio und Fernsehen - stehen und es wäre ein lückenloser Übergang möglich gewesen. Mit dieser Verlängerung war Rüegg einverstanden.

Nun verzögert sich das Ganze. Nicht Mitte 2010 sondern voraussichtlich erst auf Anfang 2011 wird das "Projekt Medienkonvergenz" realisiert. Und so lange mag Rüegg nicht warten. Er will nun doch schon dieses Jahr gehen. Laut Viktor Baumeler, Verwaltungsratspräsident SRG-Deutschschweiz, voraussichtlich im Herbst.

Baumeler bestätigte Meldungen des "Tages-Anzeigers" und der "Berner Zeitung", wonach Rüeggs Nachfolge für die VR-Sitzung vom Montag traktandiert ist. Es geht um eine interimistische Besetzung des Postens des Radiodirektors, befristet "bis zum Anfang der neuen Lösung".

Bis Mitte 2010 muss gemäss dem VR-Präsidenten das neue Unternehmen konzipiert sein. Dann werde eine Person gesucht, welche an der Spitze der beiden zusammengeführten Medien steht. Dafür erfolgt eine Ausschreibung in der zweiten Hälfte 2010.

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