Der Franzose wurde der fahrlässigen Tötung für schuldig gesprochen, wie die Gerichtsbehörden am Dienstag mitteilten. Neben der Gefängnisstrafe soll er eine ambulante Therapie absolvieren. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Der Franzose hatte am 9. August 2015 Genf mit dem Auto verlassen und war ziellos durchs Goms gefahren. Während des Prozesses erklärte er, er habe während des ganzen Tag Suizid-Gedanken gehabt. Gegen 20.30 Uhr habe er entschieden, zur Tat zu schreiten. Daraufhin habe er eine Frontalkollision mit einem Fahrzeug provoziert.

Der Fahrer des normal entgegenkommenden Wagens verstarb beim Unfall, der Angeklagte wurde verletzt. Der Anwalt der Familie des Opfers hatte eine Strafe von zehn Jahren Haft gefordert.

Laut einem psychiatrischen Gutachten litt der Angeklagte während der Tatzeit unter einer schweren depressiven Episode. Die beiden Parteien haben zehn Tage Zeit, um das Urteil anzufechten.