Laut der koordinierenden belgischen Bundesstaatsanwaltschaft besteht die Schweizer Delegation aus Polizisten und Untersuchungsrichtern. Die konkrete Arbeit vor Ort werde von lokalen Beamten ausgeführt.

Olivier Elsig, Erster Staatsanwalt des Kantons Wallis, hatte schon am Freitag angekündigt, dass demnächst Walliser Fachleute nach Belgien reisen und unter anderem die Kinder zum Unfallhergang befragen würden. Diese Befragungen würden nur mit Einverständnis der Eltern durchgeführt - und auch nur dann, wenn es der Gesundheitszustand erlaube, sagte Elsig.

Bisher verfügt Elsig über keine Zeugenaussagen, die bestätigen, dass der Busfahrer kurz vor dem Unfall am DVD-Gerät hantiert habe. Einige Kinder hatten ausgesagt, dass sie die Bildschirme im Bus hätten aufleuchten sehen.

Der belgische Reisecar mit 52 Personen an Bord war am 13. März im Tunnel der Autobahn A9 nahe Siders VS frontal in die Wand einer Nothalte-Nische gefahren. Beim Unfall starben 22 Kinder und sechs Erwachsene. 24 Kinder wurden verletzt.