Busdrama im Wallis

Walliser Ermittler können Kinder in Belgien noch nicht befragen

Bisher war die Befragung der beim Busunglück verletzten Kinder in Belgien noch nicht möglich (Archiv)

Bisher war die Befragung der beim Busunglück verletzten Kinder in Belgien noch nicht möglich (Archiv)

Die sieben Walliser Ermittler, die ihre Arbeit zum Busunglück bei Siders VS diese Woche in Belgien weiterführen, haben mit den zuständigen Behörden in Löwen das weitere Vorgehen besprochen. Zum Unfallhergang möchten sie auch einige der verletzten Kinder befragen.

"Im Moment schauen wir zusammen mit den Eltern, unter welchen Bedingungen diese Befragungen stattfinden können", erklärte am Dienstag ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft in Löwen. Gespräche mit den Kindern seien die ganze Woche vorgesehen.

Im Interesse der Beteiligten und zum Schutz der Privatsphäre der Kinder und Eltern würden aber keine weiteren Details dazu bekannt gegeben, hiess es seitens der Staatsanwaltschaft weiter. Die konkreten Befragungen und Anhörungen im Rahmen der laufenden Untersuchung werden von belgischen Polizisten mit Hilfe der Schweizer Kollegen durchgeführt.

Eltern wehren sich

Mehrere belgische Zeitungen hatten am Dienstag berichtet, die Eltern würden sich gegen eine erneute Befragung ihrer Kinder sträuben. Die Kinder seien noch nicht bereit dazu.

Olivier Elsig, Oberstaatsanwalt für das Zentralwallis, hatte am Freitag erklärt, die Befragungen der Kinder würden nur mit dem Einverständnis der Eltern durchgeführt. Sie würden auch nur dann ins Auge gefasst, wenn es der Gesundheitszustand der Kinder erlaube.

Der Unfall eines belgischen Reisecars hatte sich am 13. März in einem Tunnel auf der Autobahn A9 bei Siders ereignet. Dabei waren 28 Personen, darunter 22 Kinder, getötet worden. 24 Kinder wurden teils schwer verletzt. Alle Verletzten befinden sich inzwischen wieder in Belgien und sind ausser Lebensgefahr.

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