Lukas Schumacher

Diesmal hätte es anders kommen sollen. 16 Jahre nachdem Georges Hard als letzter SP-Vertreter im Stadtrat wirkte, wollte die SP einen neuen Anlauf unternehmen, um wieder in der fünfköpfigen Stadtbehörde mitzutun. «Diese Chance wollen wir packen», sagte Bremgartens SP-Präsident Beat Keller im Frühling. Auch seine Parteivorstandskollegin Jeannette Egli Schläpfer teilt mit, dass «die Zeit für eine Person aus dem linken Lager im Stadtrat reif ist». Gemeinsam mit der den Grünen nahestehenden Gruppierung «Läbigs Bremgarte» wollte die SP eine profilierte Person nominieren.

Bemühungen gescheitert

Auf der bereinigten Anmeldeliste zur Stadtratswahl steht überraschenderweise kein Name aus dem linken Lager. Alle im Städtchen politisierenden Parteien haben eine oder zwei Personen aufgestellt, einzig die Kandidatur von SP/«Läbigs Bremgarte» fehlt. «Das ist ärgerlich», gibt SP-Chef Beat Keller zu verstehen, «aber es war leider nichts zu machen. Unsere Bemühungen verliefen im Sand.» Laut Keller mangelt es der SP und «Läbigs Bremgarte» keineswegs an kompetenten, grundsätzlich interessierten Personen. Als Hemmschwelle habe sich letztlich das berufliche Umfeld und/oder die familiäre Situation der Interessentinnen und Interessenten erwiesen.

«Ausserdem», so Keller weiter, «stand die Bremgarter Linke in den letzten Jahren ein paar Mal im rauen bürgerlichen Gegenwind, als Kommissionssitze zu besetzen waren.» Auch dies sei ein Verzichtsfaktor im Zusammenhang mit der Stadtratswahl 2009 gewesen.

Alles scheint klar zu sein

Ohne Kandidatur von der linken Seite fehlt der Stadtratswahl eine Prise Salz und Spannung. Man muss sich nicht zünftig aufs Glatteis wagen, um den Ausgang der Wahl vorauszusagen. Gewählt werden dürften Raymond Tellenbach (FDP, bisher), Claudia Breitenstein (CVP, bisher), Mathias Meyer (FDP, bisher) sowie Ueli Christen (SVP, neu) und Rolf Meier (CVP, neu). Nur zu Ehrenmeldungen reicht es den beiden Kandidaten Stefan Achermann (BDP) und Felix Schaufelbühl (parteilos).