Indonesien

Wahlsieg von Amtsinhaber Yudhoyono in Indonesien konsolidiert

Susilo Bambang Yudhoyono

Susilo Bambang Yudhoyono

Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono hat seinen deutlichen Sieg bei den Präsidentenwahlen weiter ausgebaut. Nach Auszählung von 19 Millionen Stimmen lag der Amtsinhaber bei 61,7 Prozent der Stimmen.

Dies teilte die Wahlkommission einen Tag nach dem Urnengang mit. Insgesamt waren 176 Millionen Menschen wahlberechtigt; über die Wahlbeteiligung machte die Kommission allerdings keine Angaben. Das amtliche Ergebnis kommt erst Ende Juli.

Nach dem Teilergebnis kam Yudhoyonos nächste Rivalin, die frühere Präsidentin Megawati Sukarnoputri, auf 28,6 Prozent, sein bisheriger Stellvertreter Jusuf Kalla auf 9,8 Prozent. Eine Stichwahl, die nötig wäre, wenn keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt, wurde damit immer unwahrscheinlicher.

Das deutliche Mandat erlaube es dem Präsidenten, weitere Wirtschaftsreformen durchzudrücken, sagte der Politologe Fachry Ali. Seine Wahl des früheren Zentralbankgouverneurs Boediono als Vizepräsident zeige, dass er sich auf die Wirtschaft konzentrieren werde. "Die Politik wird marktorientierter werden", meinte er.

Yudhoyono hat im Wahlkampf ein Wachstumsziel von mehr als 7 Prozent angepeilt. Während die Nachbarländer der grössten Volkswirtschaft Südostasiens im ersten Quartal schrumpften, legte Indonesien 4,4 Prozent zu.

Yudhoyono regiert seit 2004. Er ist der erste direkt gewählte Präsident des Landes, das 32 Jahre bis 1998 unter der Knute von Diktator Suharto stand.

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