Bremgarter Stadtratskandidaten

Wahlkämpfer auf Schmusekurs

Drei Bisherige wollen im Stadtrat verbleiben und vier Neue wollen hinein. Das Stadtratspodium vom Sonntag stand ganz im Zeichen von Fusionen und der Belebung der Altstadt.

Dino Nodari

Er fühle sich und seine Positionen im Stadtrat schlecht vertreten, meinte Felix Schaufelbühl (parteilos) gleich zu Beginn des Kandidaten-Podiums am Sonntagabend im Restaurant Jojo in Bremgarten. Der leichte Anflug von Wahlkampf war allerdings rasch vorbei. Schon bei der ersten Frage von Moderator Walter-Karl Walde herrschte Harmonie und Einigkeit auf dem Podium. Es ging um den vorerst auf Eis gelegten Zusammenschluss mit Hermetschwil-Staffeln und um die Frage, ob Bremgarten nun Druck machen solle.

Keinen Druck bei Fusion

«Keinen Druck machen, wir können abwarten», so die Position von Stefan Achermann (BDP). Ulrich Christen (SVP) bezeichnete sich zwar als Fusionsturbo, allerdings dürfe der Druck nicht vom Kanton aus kommen. «Druck ist das falsche

Mittel», erklärte Rolf Meier. Dem pflichtete auch Felix Schaufelbühl bei. Einigkeit gab es auch bei den bisherigen Stadträten. Raymond Tellenbach (FDP) meinte, dass der Ball nun bei Hermetschwil-Staffeln liege. Dem pflichteten auch Claudia Breitenstein (CVP) und Mathias Meier (FDP) bei. Es schien gerade so, als wollten die Wahlkämpfer kein Geschirr zerschlagen, das danach bei der Arbeit im Stadtrat nicht mehr geflickt werden könnte.

Somit oblag es an Moderator Walter-Karl Walde, die Kandidaten herauszufordern. Er brachte das Thema der Altstadtbelebung aufs Tapet. Ein Thema, das seit einigen Jahren aktuell ist. Ob es dem Stadtrat in den letzten Jahren an Visionen und Ideen für die Belebung gefehlt habe?, war seine Frage. Doch die Herausforderer wollten den Ball nicht so recht aufnehmen. «Ein Verkehrskonzept müsse geprüft werden», so die Forderung von Ulrich Christen.

Die Stadt müsse belebt werden. Belebung könne durch kulturelle und touristische Aktionen geschehen, sagte Rolf Meier. Es sei jedoch schwierig, die verschiedenen Ansprüche an die Altstadt unter einen Hut zu bringen. Darin waren sich alle einig, genauso wie darin, dass die Stadt nicht wieder gänzlich für den Verkehr geöffnet werden soll. Der Stadtrat könne nur die Rahmenbedingungen schaffen, damit wieder mehr Läden in die Altstadt kämen, sagte Raymond Tellenbach.

Bremgarten ohne Probleme?

Das Bild, welches das Podium biete, entspreche dem, wie er den Stadtrat in den letzten Jahren erlebt habe, meinte ein Besucher. Niemand tue dem anderen weh, alle haben sich lieb. Ob es denn in Bremgarten wirklich keine Probleme gebe, wollte der Besucher wissen. In der Tat habe das Reussstädtchen keine grundlegenden Probleme, antwortete Raymond Tellenbach. Es gebe zwar kleinere Probleme, aber die habe man im Griff. Dem pflichtete auch sein Herausforderer um das Stadtammannamt bei. «Allerdings könnte man einige Dinge interessanter und kreativer lösen», so Felix Schaufelbühl.

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