Der globale Klimawandel hängt massgeblich davon ab, wie viel Treibhausgase emittiert werden. Klima-Institute der ETH und der Universität Bern haben zusammen mit Meteo Swiss drei Emissionsszenarien ausgewählt und die Klimaänderungen in der Schweiz modelliert.

Szenario A2 beschreibt ungefähr den Verlauf, wenn man «business as usual» praktiziert. Die Welt bleibt heterogen, technologische Entwicklungen und Wirtschaftswachstum finden regional statt. Das A1B-Emissions-Szenario beschreibt eine Welt mit rasantem Wirtschaftswachstum, die ganze Palette von fossilen und nichtfossilen Energieträgern wird weiterhin genutzt, erwartet wird aber der rasche Einsatz ausgereifter und effizienterer Technologien.

Die dritte Möglichkeit beschreibt das RCP3PD-Szenario, auf das man sich formell 2010 in Cancún geeinigt hat. Die Co2-Konzentration in der Atmosphäre soll 2100 maximal 450ppm (parts per million) betragen, der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur unter 2 Grad Celsius bleiben. Das würde eine Reduktion der Emissionen um 50 Prozent im Vergleich zu 1990 bis 2050 bedeuten.

Im optimalen Fall würde sich das Klima in der Schweiz bei einer jährlichen Erwärmung von 1,2 bis 1,8 Grad und einer Zunahme der Trockenheit im Sommer um 8 bis 10 Prozent bis 2100 stabilisieren.