Honduras

Wähler in Honduras werden kurz vor Wahlen entwaffnet

Wähler jubeln ihrem Kandidaten zu

Wähler jubeln ihrem Kandidaten zu

Die honduranischen Sicherheitskräfte haben mit der Entwaffnung der Bevölkerung begonnen. Damit soll laut Behörden verhindert werden, dass es bei den umstrittenen Präsidenten- und Parlamentswahlen am Sonntag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt.

Ihre Schusswaffen abgeben müssen den Angaben zufolge auch Personen, die eine Lizenz besitzen. Nach dem Wahltag sollen sie die Waffen zurückerhalten. Unterdessen begannen die Streitkräfte damit, die Wahlunterlagen in die Regionen zu bringen.

Die Staatskrise in dem mittelamerikanischen Land hatte Ende Juni begonnen, als Präsident Manuel Zelaya mit Hilfe der Armee eine Volksbefragung über eine verfassungsgebende Versammlung durchsetzen wollte.

Die Armeeführung ordnete sich jedoch dem Parlament und dem Obersten Gericht unter, die Zelaya Vaterlandsverrat und Verfassungsbruch vorwarfen und seine Absetzung beschlossen. Mit Hilfe der Streitkräfte wurde Zelaya aus dem Amt getrieben.

Zelaya, der weiterhin international als legitimer Präsident von Honduras anerkannt wird, sitzt in der brasilianischen Botschaft in Honduras fest. Er forderte die Länder Lateinamerikas erneut auf, den Staatsstreich gegen ihn zu verdammen und die Wahlen nicht anzuerkennen. Seine Anhänger rief er auf, die Wahlen zu boykottieren.

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