In Ansprachen wurde der 43-jährige Waadtländer Gesundheitsdirektor von Parteikollegen als "Ausnahmepolitiker", Vorbild an Loyalität und jahrzehntelanger Verfechter der von der SP vertretenen Grundsätze beschrieben. Er erntete an der Versammlung einen lang anhaltenden Applaus.

Maillard selber bezeichnete sich als Etatisten. Der Staat dürfe aber nicht alles bestimmen, wenn er nicht unter der Last der Bürokratie ersticken wolle. In Anspielung auf die Entlassungen bei Novartis in Nyon bekannte sich der Regierungsrat auch zum Werkplatz Schweiz und kritisierte die von den Wirtschaftszentren und der Finanzindustrie dominierte "wirtschaftliche Monokultur".

Die Partei habe ein "Luxusproblem", da sie über mehrere ausgezeichnete Bewerber für den Bundesrat verfüge, sagte SP-Präsident Christian Levrat. Bisher haben sich die Nationalrats-Mitglieder Alain Berset (FR), Stéphane Rossini (VS) und Marina Carobbio Guscetti (TI) zur Verfügung gestellt.

Maillard ist als Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) und engagierter Verfechter der Einheitskrankenkasse über seinen Kanton hinaus bekannt. Zudem kann er Regierungserfahrung vorweisen. Maillards Wahlchancen gelten als intakt, obwohl er dem linken Flügel seiner Partei zugerechnet wird.