Wahlen 2015

Waadtländer FDP nominiert Olivier Français für Ständerat

Frischgebackener Ständeratskandidat Olivier Français in Yvonand

Frischgebackener Ständeratskandidat Olivier Français in Yvonand

Die Waadtländer FDP hat am Mittwochabend ihren Nationalrat Olivier Français als Ständeratskandidat nominiert. Er soll die Dominanz der Waadtländer Linksparteien durchbrechen. Zudem strebt die FDP eine breite bürgerliche Allianz mit SVP und Mitte-Rechts-Parteien an.

Die rund 320 Delegierten beim Parteitag in Yvonand VD nominierten Français per Akklamation. Während Monaten war zuvor über eine mögliche Kandidatur des kantonalen Finanzdirektors Pascal Broulis spekuliert worden und auch eine Kandidatur von Staatsrätin Jacqueline de Quattro stand zur Diskussion.

Beide erteilten jedoch eine Absage, wie die Parteileitung der FDP Waadt am Montag mitgeteilt hatte. Die beiden Mitglieder der Kantonsregierung ziehen es vor, ihre Departemente weiterzuführen. Während Broulis als gefährlichster Herausforderer der erneut antretenden Géraldine Savary (SP) und Luc Recordon (Grüne) galt, werden Français in der Waadt weniger Chancen eingeräumt.

Français sitzt seit acht Jahren im Nationalrat und gehört auch der Regierung der Stadt Lausanne an. Bei der Versammlung kündigte Français an, bei den nächsten Wahlen nicht mehr für dieses Amt zu kandidieren.

Zustimmung für Allianz

Für den Nationalrat wurden die Bisherigen Olivier Français, Olivier Feller, Fathi Derder und Isabelle Moret erneut aufgestellt. Insgesamt figurieren 18 Personen auf der FDP-Hauptliste, unter ihnen befindet sich auch der Judo-Olympia-Dritte von 2008, Sergei Aschwanden.

Ausserdem wird eine Liste der Jungen und der "Innovation" eingereicht. Ziel ist laut Parteipräsident Frédéric Borloz ein Sitzgewinn für die FDP.

Der Vorschlag, auf eine Allianz mit SVP sowie CVP, GLP und BDP hinzuarbeiten, fand bei den Delegierten grosse Zustimmung. Nur 17 Personen sprachen sich dagegen aus, 14 enthielten sich.

Borloz liess offen, wie und in welcher Form eine solche Allianz gebildet werden könnte. Er erhofft sich davon jedoch zwei bis sechs Prozent mehr Stimmen. Die SVP biete der FDP Hand für eine Listenverbindung an, die Mitte-Rechts-Parteien schlügen eine gemeinsame Plattform vor, sagte er.

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