Der Entscheid sei von einer Ärzte-Versammlung im Universitätsspital Lausanne getroffen worden, teilte die Waadtländer Ärztegesellschaft mit. Am Streiktag würden die Arztpraxen geschlossen bleiben. Der Notfallbetrieb werde dagegen weiter betrieben, hiess es weiter.

Am Streiktag wollen die Ärzte dem Waadtländer Grossen Rat eine Petition übergeben und so eine Intervention auf eidgenössischer politischer Ebene verlangen. Ziel ist, den Rückzug der Tarifsenkung zu erreichen. Eine Neuauflage soll unter Einbezug aller Berufs- und Patienenorganisationen diskutiert werden.

Die Eidgenossenschaft will mit dem ab 1. Juli gültigen neuen Tarifsystem die Gesundheitskosten um jährlich 200 Millionen Franken senken. Betroffen sind vor allem die Hausärzte, die wegen der tieferen Entgeltung ihre Praxislabors schliessen müssen.

Diese Labors könnten so nicht mehr kostendeckend betrieben werden. Für die Patienten sei dies aber ein Nachteil, da so die Diagnosen der Hausärzte verzögert werden, machen die Ärzte geltend.

Am 1. April dürften aus Protest gegen die Senkung der Labortarife landesweit Hausarztpraxen geschlossen bleiben. Der Zentralvorstand der Gesellschaft für Allgemeine Medizin (SGAM) rät seinen Kantonalsektionen zum Streik, wie vor einer Woche bekannt wurde. Die Sektionen sollen zudem Protestmärsche durchführen.