Migration

Waadt an der Spitze bei Ausweisungen krimineller Ausländer

Von Migrationspolitik überzeugt: Waadtländer Justizdirektor Leuba (Archiv)

Von Migrationspolitik überzeugt: Waadtländer Justizdirektor Leuba (Archiv)

Der Kanton Waadt weist schweizweit am meisten ausländische Straftäter aus. Gleichzeitig aber vergebe der Kanton auch die meisten Aufenthaltsbewilligungen aus humanitären Gründen, sagte der Waadtländer Justizdirektor Philippe Leuba (Liberale).

Der Kanton verfolge sowohl eine strikte wie auch eine offene Migrationspolitik, erklärte am Montag Leuba an einer Medienkonferenz. Strikt, weil die Waadt Ausländer zurückschicke, die sich nicht an die Gesetze hielten. Offen jedoch all jenen gegenüber, die sich integrieren wollten.

Zwischen 2008 und dem 30. September 2010 sind laut Leuba insgesamt 373 Ausländer ausgewiesen worden. Innerhalb des gleichen Zeitraums haben von 1240 Ausländern 730 aus humanitären Gründen eine Aufenthaltsbewilligung B erhalten.

Angesprochen auf die Ausschaffungsinitiative der SVP, über die schweizweit am 28. November abgestimmt wird, bekannte sich Leuba klar für den Gegenvorschlag des Parlaments.

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