Billigpelze aus China

Vorsichtiges Ja des Bundesrates zu Deklarationspflicht für Pelze

Billigprodukte überschwemmen den Markt

Billigprodukte überschwemmen den Markt

Wer sich einen Pelz kauft, soll wissen, wo und wie das Tier gehalten wurde. Der Bundesrat ist bereit, zwei Motionen zur Deklaration der Herkunft von Pelzen zu prüfen.

In ihrer Motionsbegründung schreibt die grünliberale Zürcher Nationalrätin Tiana Angelina Moser, dass vor 25 Jahren Pelztragen in der Öffentlichkeit erfolgreich zur Gewissensfrage gemacht worden sei. Heute aber sei Pelz wieder Mode und sei - vor allem aus chinesischer Produktion - ins Billigsegment der Kleidungsindustrie aufgenommen worden.

Neue Kennzeichnungsvorschriften widersprechen laut Bundesrat den Bestrebungen, Handelshemmnisse zu beseitigen. Doch sei das Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten, sich zu informieren und sich bewusst für oder gegen bestimmte Pelzprodukte entscheiden zu können, gerechtfertigt.

Der Bundesrat ist auch bereit, eine Motion der Wissenschaftskommission (WBK) des Ständerates zu erfüllen, welche die Verwertung von Robben nur zulässt, wenn diese aus einer Jagd stammen, die staatlich bewilligt und kontrolliert wird sowie nachweislich den massgeblichen Tierschutzstandards genügt.

In der Stellungnahme zur WBK-Motion verweist der Bundesrat daraufhin, dass die EU ein Verbot des Handels mit Robbenerzeugnissen ins Auge fasst. Eine Ausnahme soll einzig für die Inuit vorgesehen werden. Ein generelles Verbot stosse allerdings in der Welthandelsorganisation (WTO) auf Widerstand.

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