Frankreich

Vorerst doch keine Gentests für Immigranten in Frankreich

Eric Besson krebst zurück

Eric Besson krebst zurück

Frankreich verzichtet vorerst auf die umstrittenen generellen Gentests beim Familiennachzug von Einwanderern. Eric Besson, der Einwanderungsminister, will das Dekret zur Anwendung nicht unterzeichnen, weil es bei der Umsetzung technische Probleme gibt.

"Ich bin nicht in der Lage, in der vom Gesetz auferlegten Frist bis zum 31. Dezember Geist und Buchstaben des Gesetzes (bei der Umsetzung) zu respektieren," sagte Einwanderungsminister Eric Besson dem Sender Europe 1 am Sonntag.

Der Gesetzgeber habe zu viele Auflagen gemacht. Ausserdem könnten nicht alle Konsulate Gentests durch Ärzte anbieten und die Vertraulichkeit der Daten gewährleisten.

Menschenrechtsorganisationen begrüssten am Montag den Verzicht. Bessons Amtsvorgänger Brice Hortefeux hatte sich dafür eingesetzt, dass nachziehende Familienangehörige ihre Verwandtschaft durch Gentests belegen sollten.

Das Ziel war, Missbrauch zu verhindern, wie es damals zur Begründung hiess. Kritiker verwiesen darauf, dass das Gesetz vor allem dazu diene, die Hürden für nachziehende Verwandte zu erhöhen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1