Auslöser der gestrigen Abschaltung war eine Störung bei der Bespeisung des Dampferzeugers. Dieser befindet sich im nichtnuklearen Teil des AKWs. Laut Betreiberin Axpo bestand keine Sicherheitsgefahr.

Der Vorfall hat am Donnerstag nun Politiker aus dem 100 Kilometer entfernten österreichischen Bundesland Vorarlberg auf den Plan gerufen. «Die Abschaltung bestätigt ohnehin das das ruinöse AKW die reinste Zeitbombe ist. Alle, die mit Beznau zu tun haben, sagen das auch öffentlich, nur die Betreiberseite versucht es zu vertuschen», sagt die Hildegard Breiner, Leitfigur der Anti-Atom-Bewegung und Vizepräsidentin des Naturschutzbundes, gegenüber «vol.at».

Das älteste Kernkraftwerk der Welt

«Die heute offenbar erforderlich gewordene Schnellabschaltung aufgrund eines Störfalles zeigt, dass dieser Schrott-Reaktor endlich vom Netz gehört», erklärt Grünen-Chef Johannes Rauch. «Am besten wäre es, dass die erfolgte Schnellabschaltung genützt würde, um das Kraftwerk überhaupt nicht mehr hochzufahren und für alle Zeiten abgeschaltet zu lassen.»

Auch von bürgerlicher Seite hagelt es Kritik. «Der Steinzeitreaktor Beznau muss endlich vom Netz genommen werden», fordert Daniel Allgäuer, Energiesprecher der FPÖ auf «vol.at» ,
Er erwarte, dass die Schweiz ihren bisherigen Lippenbekenntnissen zu einer notwendigen Energiewende auch Taten folgen lasse, so Allgäuer weiter.

Grund für die massive Kritik aus dem Nachbarland: Das AKW Beznau, das seit 1969 läuft, ist heute das älteste in Betrieb stehende Kernkraftwerk der Welt. (rsn)