Weihnachtszeit

Von lustig bis makaber: Der Adventskalender der Schweizer Trickfilmer - lassen Sie sich überraschen

Das Startbild  des Kalenders lässt erahnen: Hier gibt es viel zu entdecken.

Das Startbild des Kalenders lässt erahnen: Hier gibt es viel zu entdecken.

Eigentlich war der Kalender zunächst nur für die Insider gedacht. Aber dann kam er so gut an, dass die beiden Macher, selbst natürlich auch aus der Trickfilmszene, meinten: «Das ist so cool, das müssen wir wieder machen».

Ein Adventskalender ganz ohne Corona, aber einer, der doch für Gesprächstoff sorgen wird. So beschreibt Olivier Samter den etwas anderen Adventskalender, der deshalb auch den Namen Animadvent Calendar trägt und den er zusammen mit Justine Klaiber sozusagen reanimiert hat. Denn den Online-Adventskalender gab es schon einmal. Damals allerdings noch ohne Instagram, das hat man sich diesmal zunutze gemacht.

Zu sehen gibt es 24 stimmungsvolle, lustige, erotische aber auch makabre und düstere Trickfilm-Geschichten. «Aber keine Angst schlaflose Nächte wird man deshalb nicht haben,» erklärt Samter mit einem Augenzwinkern.

Wenn man alle 24 Animationen anschaut, entsteht ein Gesamtbild.

Wenn man alle 24 Animationen anschaut, entsteht ein Gesamtbild.

Corona-freie Zone

Ohne Covid-19 ist er deshalb, weil die beiden Trickfilmer mit der Coronamüdigkeit der Schweizer gerechnet haben und glauben, dass die, die sich das anschauen, froh sind um ein bisschen corona-freie Zerstreuung. Olivier Samter und Justine Klaiber wollen die von der Pandemie geplagten Schweizer aus der manchmal doch sehr fordernden Realität entführen und mit etwas Kurzweiligem, Lustigem erfreuen. Etwas, das die gewohnten Disney-Vorstellungen durchbricht und zeigt, was Trickfilm noch so alles kann.

Tanzende Lamas im Schnee: Der Kalender soll überraschen.

Tanzende Lamas im Schnee: Der Kalender soll überraschen.

Unter den Teilnehmern sind übrigens auch drei Aargauer. Remo Scherrer hat mit seinen Filmen schon für viel Aufsehen gesorgt. Sein Film «Bei Wind und Wetter» wurde für den Schweizer Filmpreis nominiert und in Cannes gezeigt. Mit dabei sind aber auch Fela Bellotto aus Dottikon, die bereits letztes Jahr beim Kalender mitgemacht hat und Franziska Meyer aus Hunzenschwil.

Franziska Meyer aus Hunzenschwil ist eine Hälfte des Duos Brunner&Meyer, von ihnen stammt diese Animation.

So viele Aargauer, das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, wie klein die Trickfilmszene in der Schweiz ist. Jedes Jahr machen in Luzern rund 25 Leute ihren Abschluss, insgesamt sind es also gerade mal ein paar Hundert Trickfilmer schweizweit und einige leben auch noch im Ausland. Trotzdem war es für Olivier Samter und Justine Klaiber kein Problem, Teilnehmer für das Projekt zu finden, das unentgeltlich ist. «Ganz viele wollten mitmachen», so Samter.

Ein Adventskalender für Neugierige

Die einzige Vorgabe war, die Animationen weihnachtlich-winterlich zu gestalten, das wurde aber teilweise sehr frei interpretiert. Ganz im Sinne der Macher, die gerne dazu einladen, mit diesem Adventskalender Neuland zu betreten und auch Filmemacher für sich zu entdecken.

Und so ist der Animadvent-Calendar auch eine Würdigung der Trickfilmszene. Und gedacht für alle jene, die die Vorweihnachtszeit bewusst feiern und diese ganz besondere Stimmung in den Wochen vor Weihnachten - und natürlich Adventskalender im Allgemeinen - lieben.

Bunt und schrill, nicht nur weihnachtlich, sind die Animationen.

Bunt und schrill, nicht nur weihnachtlich, sind die Animationen.

Was sich hinter dem 24. Türchen versteckt, verraten die Macher übrigens noch nicht. Denn noch immer trudeln Beiträge ein. Wer das berühmteste Adventstürchen befüllen darf, steht also noch nicht fest, «das ist unser Leckerli. »

Alle Animationen des Animadvent Calendar können Sie hier sehen. 

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