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Von der Drehbank an die Hochschulspitze

Portrait von Anton Lauber, aufgenommen am 30. April 2009 bei Schurter AG in Luzern.

Von der Drehbank an die Hochschulspitze

Portrait von Anton Lauber, aufgenommen am 30. April 2009 bei Schurter AG in Luzern.

Am Donnerstag wählten die sechs Zentralschweizer Trägerkantone den Unternehmer Anton Lauber aus Brugg zum Präsidenten des Fachhochschulrates der Hochschule Luzern. Er übernimmt die Funktion zusätzlich zu seiner wirtschaftlichen Führungsrolle.

Die Auswahl für die Neubesetzung des Luzerner Fachhochschulratspräsidiums war sehr gut. Für die Innerschweizer Hochschulkantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug galt der
58-jährige Unternehmer Anton Lauber schliesslich als geeignetster Mann. Ausschlaggebend war nicht der Entlebucher Bürgerbrief, sondern sein Leistungsausweis. Auch wenn er nach der Ausbildung und früheren Tätigkeit in Brugg wohnhaft blieb – und hier ebenfalls das Bürgerrecht erwarb – ist Lauber in und
um Luzern bestens bekannt. Er leitet ein angesehenes Familienunternehmen, führte eine
Zeit lang den Vorsitz in der Luzerner Industrievereinigung und präsidiert zurzeit auch das Innovations-Transfer-Zentrum Zentralschweiz.

Von der Pike auf

Anton Lauber begann seine berufliche Karriere als Maschinenmechanikerlehrling bei der BBC in Baden und absolvierte anschliessend an der HTL Brugg-Windisch ein Maschinen- ingenieurstudium. Nach Tätigkeiten in verschiedenen Unternehmen und Nachdiplomstudien wurde ihm im ABB-Werk Birr
die Leitung des Generatorenbereichs übertragen. Vor 20 Jahren wechselte er in die international tätige Schurter AG Luzern, die mit 1400 Mitarbeitenden qualitativ hochstehende Komponenten für die Elektroindustrie entwickelt und produziert.

Als Verwaltungsratsdelegierter und CEO wurde Lauber mehrfach für nachhaltige Unternehmensführung ausgezeichnet, unter anderem mit den Swiss Ethic und Swiss Leadership Awards sowie 2006 mit dem Titel «Schweizer Arbeitgeber des Jahres».

In Brugg engagierte sich Anton Lauber im Einwohnerrat, in der Finanzkommission, in der BB-Verwaltungskommission sowie im Vorstand des Fördervereins Pro Campussaal. Er war Anfang dieses Jahres auch als möglicher neuer Stadtammann im Gespräch, verzichtete aber auf eine Nomination, weil er sein Unternehmen in wirtschaftlich schwieriger Zeit nicht verlassen wollte.

Die Innerschweizer Hochschulkantone wählten mit Anton Lauber einen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik anerkannten Unternehmer. Er wird Nachfolger der früheren Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz, die das Präsidium des Fachhochschulrates Zentralschweiz seit August interimistisch führte. H.P.W.

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